de.wedoany.com-Bericht: Während Volkswagen und US-amerikanische Autohersteller ihre Investitionen in Elektrofahrzeuge kürzen und ihre Expansionspläne verlangsamen, geht die BMW Group gegen den Strom und baut ihr Werk in Spartanburg, South Carolina, zu einem globalen Produktionszentrum für Elektrofahrzeuge aus, das nicht nur den US-Markt, sondern auch den weltweiten Export beliefert.
Zur Umsetzung dieser Strategie hat BMW rund 1,7 Milliarden Dollar in South Carolina investiert, darunter die Modernisierung des Werks in Spartanburg, um es für die Produktion von Elektrofahrzeugen zu rüsten, sowie den Bau einer neuen Antriebsbatterie-Montagefabrik im nahegelegenen Woodruff. BMW wird bald die neue Generation des X5 SUV vorstellen, die im Werk Spartanburg produziert wird. Bis 2030 plant BMW, dass mindestens 50 % der weltweit ausgelieferten Fahrzeuge reine Elektrofahrzeuge sein werden, wobei das Werk Spartanburg eine zentrale Rolle in dieser Strategie spielen soll – nach Plan sollen dort bis 2030 sechs vollständige reine Elektromodelle produziert werden.
BMW erklärte: „SUVs sind das wichtigste Segment auf dem US-Markt und bieten gleichzeitig ein enormes Elektrifizierungspotenzial. Unsere globale Produktionsstrategie folgt stets dem Prinzip ‚Produktion dort, wo der Markt ist‘.“
Allerdings erlebt der US-amerikanische Markt für Elektrofahrzeuge eine deutliche Abkühlung. Im ersten Quartal 2026 sank der Anteil reiner Elektrofahrzeuge am Neuwagenmarkt in den USA auf 5,6 %. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden in den USA nur etwa 10.000 reine Elektrofahrzeuge deutscher Marken neu zugelassen, während diese Zahl vor zwei Jahren etwa dreimal so hoch war. US-Präsident Donald Trump hob im Oktober 2025 die bundesstaatliche Kaufprämie für Elektrofahrzeuge auf. Die drei großen US-Autokonzerne – General Motors, Ford und Stellantis – haben insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von rund 530 Milliarden Dollar auf ihr Elektrofahrzeuggeschäft vorgenommen.









