In Jihlava (Tschechien) wird ein multimodaler Verkehrsknotenpunkt für 60 Millionen Euro eröffnet
2026-07-01 11:42
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de.wedoany.com-Bericht: Die tschechische Eisenbahninfrastrukturverwaltung (Správa železnic) hat gemeinsam mit der Stadt Jihlava den neuen Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof Jihlava město eröffnet. Das Projekt wurde in zwei Jahren Bauzeit realisiert, die Gesamtinvestition beläuft sich auf knapp 60 Millionen Euro.

Dieser zentrale Umsteigeknotenpunkt in der tschechischen Stadt Jihlava soll Züge, Busse, Oberleitungsbusse und private Pkw miteinander verbinden. Das Projekt umfasst nicht nur die Modernisierung des Bahnhofs Jihlava město, sondern auch den Neubau eines Personenverkehrsterminals, barrierefreier Bahnsteige, einer Unterführung, Bushaltestellen und Haltestellen für Oberleitungsbusse, eines Park&Ride-Parkplatzes mit 68 Stellplätzen sowie einer neuen Zufahrtsstraße. Das Bahnhofsgebäude ist zweistöckig: Im Erdgeschoss befindet sich eine gemeinsame Halle für Ankunft und Abfahrt der Fahrgäste mit Wartebereich, während im Obergeschoss Gewerbeflächen und Büros für die Verkehrsbetreiber vorgesehen sind.

Der tschechische Verkehrsminister Ivan Bednárik erklärte, dass Jihlava mit diesem multimodalen Knotenpunkt zu einem Vorbild für moderne öffentliche Verkehrslösungen werden könne, die einen bequemen Umstieg zwischen Zug, öffentlichem Nahverkehr und privatem Pkw ermöglichen. Der Vorstandsvorsitzende der tschechischen Eisenbahninfrastrukturverwaltung, Tomáš Tóth, wies darauf hin, dass die neuen Bahnsteige den Fahrgästen mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen bieten. Die Bahnsteige sind über eine neue, barrierefreie Unterführung mit Aufzügen erreichbar. Diese Unterführung durchquert den gesamten Gleisbereich und soll in Zukunft bis zur Mostecká-Straße auf der anderen Seite des Bahnhofs verlängert werden. Darüber hinaus hat die Stadt Jihlava neue Bushaltestellen für den Regional- und Stadtverkehr sowie die neue Evropská-Straße gebaut, die über einen Kreisverkehr mit dem Bahnhofsvorplatz verbunden ist. Die Arbeiten umfassen auch die Installation der Strominfrastruktur für die Oberleitungsbusse.

Die Modernisierung des Bahnhofs wurde vom Bauunternehmen Skanska durchgeführt, das in mehreren europäischen Märkten tätig ist. Die Kosten der derzeit von Správa železnic durchgeführten Arbeiten belaufen sich auf 1,485 Milliarden Tschechische Kronen, was etwa 60 Millionen Euro entspricht. Das Projekt ist Teil des Verkehrsprogramms 2021–2027 und wird von der Europäischen Union über den Kohäsionsfonds kofinanziert. Der maximale EU-Zuschuss beträgt 1,266 Milliarden Tschechische Kronen (ca. 51 Millionen Euro), die nationale Kofinanzierung erfolgt über den staatlichen Fonds für Verkehrsinfrastruktur.

Der Bürgermeister von Jihlava, Petr Ryška, erklärte, dass der Bahnhofsvorplatz lange Zeit zu den Bereichen der Stadt gehörte, die einer grundlegenden Umgestaltung bedurften. Die erste Phase des Knotenpunkts biete den Fahrgästen bessere Bedingungen, verbessere die Verbindungen zwischen Zug, öffentlichem Nahverkehr, Fußwegen und Radwegen und schaffe mehr Grünflächen. Das städtische Projekt umfasst auch neue Straßenbeleuchtung, Gehwege und die städtebauliche Gestaltung rund um den Bahnhof. Die Grünflächen werden vergrößert, die Stadtverwaltung plant die Pflanzung von fast 100 Bäumen sowie zahlreichen Sträuchern und Zierpflanzen. Laut Skanska umfasst das Projekt in Jihlava město nicht nur die Modernisierung des Bahnhofs, sondern auch die Umgestaltung des gesamten Verkehrsbereichs in der Nähe des Stadtzentrums. Im Rahmen der Arbeiten wurden die Gleise erneuert, neue Bahnsteige mit Unterführung und barrierefreien Zugängen gebaut sowie das neue Bahnhofsgebäude errichtet. Ein Teil des Bahnhofs wurde bereits im Dezember letzten Jahres in Betrieb genommen, die restlichen Arbeiten wurden ohne zusätzliche Einschränkungen für die Fahrgäste abgeschlossen.

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Tschechien betonte die lokale und europäische Bedeutung dieser Investition. Der Sprecher der Vertretung, Václav Lebeda, erklärte, dass solche Projekte die Mobilität und den Komfort der Einwohner verbessern und gleichzeitig dazu beitragen, die Regionen mit anderen Städten des Kontinents zu verbinden.

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