de.wedoany.com-Bericht: Der türkische Schienenfahrzeughersteller TÜRASAŞ (Türkiye Raylı Sistem Araçları Sanayi A.Ş.) hat einen Prototyp eines Eisenbahnwaggons für den Transport von Lkw-Sattelaufliegern fertiggestellt. Das Verkehrsministerium in Ankara gab bekannt, dass die entsprechenden Tests gestartet seien, mit dem Ziel, bis 2026 100 dieser Waggons zu produzieren.

Der türkische Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, gab bekannt, dass TÜRASAŞ die Produktion des Prototyps für den Transport von Lkw-Sattelaufliegern abgeschlossen habe. Die Testarbeiten hätten begonnen. Der neue Waggon soll es ermöglichen, im Straßengüterverkehr genutzte Sattelauflieger direkt auf inländisch produzierte Güterwaggons zu verladen. TÜRASAŞ ist ein Akronym für Türkiye Raylı Sistem Araçları Sanayi A.Ş., ein auf die Herstellung von Schienenfahrzeugen spezialisiertes türkisches Staatsunternehmen.
Uraloğlu erklärte, das Projekt sei ein Novum in der Türkei und könne eine neue Ära in der Logistik einläuten. Das Verkehrsministerium teilte mit, dass die Waggons nach Abschluss der Tests in Betrieb genommen würden, um effizientere, wirtschaftlichere und nachhaltigere Logistiklösungen zu unterstützen. Laut veröffentlichten Planungen sollen bis 2026 bei TÜRASAŞ 100 dieser Waggons produziert werden.
Der neue Waggon ist dafür konzipiert, Lkw-Sattelauflieger in der multimodalen Transportkette auf der Schiene zu befördern. In der Praxis kann die Fracht im Sattelauflieger verbleiben, der anschließend für den Langstreckentransport auf den Zug verladen wird. Uraloğlu zufolge werden diese Waggons den Straßen- und Schienenverkehr in derselben Logistikkette integrieren: In der Langstreckenphase werden die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der Schiene genutzt, während die letzte Meile durch den flexiblen Straßentransport abgedeckt wird. Dieses Modell trägt dazu bei, den Umschlag von Gütern zwischen verschiedenen Verkehrsträgern zu vereinfachen und den multimodalen Verkehr zu fördern.
Die türkischen Behörden betrachten das Projekt als Teil der Bemühungen, der Logistikbranche eine umweltfreundlichere und kosteneffizientere Alternative zum Langstrecken-Straßentransport zu bieten. Anstatt die gesamte Strecke auf der Straße zurückzulegen, werden die Sattelauflieger auf den Hauptabschnitten der Route auf Züge verladen, wodurch das Verkehrsaufkommen auf der Straße, der Kraftstoffverbrauch und die Emissionen reduziert werden. Die industrielle Bedeutung des Projekts liegt darin, dass diese Waggons mit lokalen Ressourcen entwickelt wurden und nach Abschluss der Tests in den nationalen Schienenfuhrpark aufgenommen werden.









