de.wedoany.com-Bericht: Am 1. Juli 2026 (Ortszeit) veröffentlichte der in London, Großbritannien, ansässige World Gold Council den Bericht „Globaler Goldmarkt – Halbjahresausblick 2026". Der Bericht prognostiziert, dass die Goldinvestitionen in der zweiten Jahreshälfte in eine entscheidende Phase eintreten werden, nachdem sie seit Jahresbeginn breiten Schwankungen ausgesetzt waren.
Ende Januar dieses Jahres übertraf der Goldpreis mehr als zwölf Mal seine historischen Höchststände. Der Spot-Goldpreis in London erreichte zeitweise einen Rekordwert von 5.405 US-Dollar pro Feinunze, fiel jedoch im Juni deutlich zurück. Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um etwa 7 % gefallen, die durchschnittliche Volatilität stieg auf 30 %. Das kurzfristige Preismodell des World Gold Council zeigt, dass der Hauptfaktor für die Preisentwicklung in der ersten Jahreshälfte die zunehmenden geopolitischen Risiken waren, wobei der Einfluss des Konflikts zwischen den USA und dem Iran besonders signifikant war.
Für die zweite Jahreshälfte prognostiziert der Bericht drei mögliche Szenarien für die Goldpreisentwicklung: Erstens, falls es keine wesentlichen Änderungen bei den Hintergrundfaktoren wie Zinserhöhungen der US-Notenbank und eine weitere Straffung der Geldpolitik durch viele Zentralbanken gibt, wird der Goldpreis voraussichtlich im Jahresverlauf um 4.100 US-Dollar pro Feinunze schwanken, mit einer Schwankungsbreite von etwa ±5 %. Zweitens, falls die geopolitischen Risiken unerwartet zunehmen oder die Erwartungen an Zinssenkungen früher steigen, könnte der Goldpreis wieder anziehen. Drittens, hinsichtlich der Abwärtsrisiken: Ein stärkerer US-Dollar oder Zinserhöhungen der US-Notenbank, die über den Erwartungen liegen, könnten bei einem anhaltenden Goldpreis unter der Marke von 4.000 US-Dollar pro Feinunze weitere Verkäufe auslösen.
An Kai, CEO der Americas-Region und globaler Forschungsleiter des World Gold Council, erklärte, dass der Goldmarkt in diesem Jahr ein klares Signal gesendet habe – Gold sei ein wahrhaft globaler Vermögenswert. Die strukturelle Nachfrage von Zentralbanken, institutionellen Anlegern und Verbrauchern weltweit sei die Grundlage für die Widerstandsfähigkeit von Gold. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass die Hauptschwankungen des Goldpreises auf die asiatischen und US-amerikanischen Handelszeiten konzentriert sind, was den kontinuierlich steigenden Einfluss asiatischer Investoren auf den globalen Goldpreismechanismus widerspiegelt.








