de.wedoany.com-Bericht: Die irakische Regierung hat ein bedeutendes Vorhaben angekündigt, das darauf abzielt, durch den Abschluss neuer Verträge die Stromerzeugungskapazität um 25.000 Megawatt (MW) zu erhöhen und so die Stromwirtschaft des Landes zu stärken. Diese Nachricht wurde vom irakischen Premierminister Ali Faleh al-Zaidi auf einer regulären Kabinettssitzung bekannt gegeben. Der Ausbau ist Teil einer langfristigen Strategie der Regierung zur Verbesserung des nationalen Stromsystems und zur Behebung der anhaltenden Stromknappheit im Land.
Zur Unterstützung dieser massiven Expansion plant die Regierung, die Mittelzuweisungen für den Stromsektor im Bundeshaushalt 2027 zu erhöhen. Der bevorstehende Haushalt wird im Rahmen eines projektbasierten Ansatzes erstellt, der darauf abzielt, die Staatsausgaben mit konkreten Zielen und messbaren Ergebnissen zu verknüpfen. Beamte sind der Ansicht, dass diese Methode dazu beitragen wird, sicherzustellen, dass Investitionen in Projekte fließen, die die Stromerzeugung verbessern, die Infrastruktur stärken und den wachsenden Energiebedarf des Landes decken.
Die zusätzlichen Mittel sollen voraussichtlich für den Bau neuer Kraftwerke, die Modernisierung bestehender Anlagen und die Aufrüstung des nationalen Stromnetzes verwendet werden. Aufgrund des Bevölkerungswachstums, der Stadtentwicklung und der zunehmenden industriellen Aktivitäten steigt der Strombedarf im Irak kontinuierlich an, weshalb diese Investitionen als notwendig erachtet werden.
Der Irak leidet seit Jahren unter Stromknappheit, insbesondere in den Sommermonaten, wenn die Temperaturen stark ansteigen und der Stromverbrauch seinen Höhepunkt erreicht. Da das Stromsystem des Landes die Spitzenlast nicht decken kann, sind viele Haushalte und Unternehmen immer noch häufigen Stromausfällen ausgesetzt. Die alternde Infrastruktur, die begrenzte inländische Brennstoffversorgung, die unzureichende Übertragungskapazität und die jahrelangen Investitionsdefizite sind einige der Ursachen für diese Herausforderungen. Obwohl der Irak in jüngster Zeit Rekordwerte bei der Stromerzeugung erzielt hat, reicht das Angebot in Spitzenzeiten bei weitem nicht aus, um die Nachfrage zu decken.
Die geplante Erweiterung der Stromerzeugungskapazität um 25.000 Megawatt wäre eines der größten Ausbauprojekte in der irakischen Stromwirtschaft. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte dies die landesweite Stromversorgung erheblich verbessern und die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage verringern.
Experten sind jedoch der Ansicht, dass die alleinige Erhöhung der Erzeugungskapazität die Stromprobleme des Irak nicht vollständig lösen wird. Sie weisen darauf hin, dass die Regierung auch in den Ausbau von Übertragungsleitungen, die Modernisierung von Umspannwerken und die Sicherstellung einer zuverlässigen Brennstoffversorgung für die neuen Kraftwerke investieren muss. Wenn diese Aspekte nicht verbessert werden, könnte der zusätzlich erzeugte Strom möglicherweise nicht effizient zu den Verbrauchern gelangen.
Die Regierung hat noch keine Details zum Zeitplan des Projekts, zur verwendeten Technologie oder zur erforderlichen Gesamtinvestition bekannt gegeben. Mit der fortschreitenden Erstellung des Bundeshaushalts 2027 werden voraussichtlich weitere Informationen veröffentlicht. Der Plan ist Teil der umfassenderen Bemühungen des Irak, den Energiesektor zu modernisieren, die Abhängigkeit von Stromimporten zu verringern und ein zuverlässigeres und nachhaltigeres Stromsystem für die Zukunft aufzubauen.









