de.wedoany.com-Bericht: Der malaysische Wirtschaftsminister Akmal gab am 1. Juli 2026 bekannt, dass die Blaupause für die Johor-Singapur Wirtschaftszone (JS-SEZ) fertiggestellt und vom malaysischen Kabinett genehmigt wurde. Die offizielle Einführung ist für das vierte Quartal 2026 durch den malaysischen Premierminister Dato‘ Seri Anwar Ibrahim und den singapurischen Premierminister Lawrence Wong geplant. Ursprünglich sollte die Blaupause im März 2026 vorgelegt werden. Da das Kabinett jedoch der Ansicht war, dass die Blaupause zwar einen vollständigen operativen Rahmen biete, aber noch Raum für weitere Verbesserungen bestehe, wurde beschlossen, sie gemeinsam von beiden Staatsführern vorzustellen, um das Engagement beider Länder für die Entwicklung der Wirtschaftszone zu unterstreichen.
Akmal erklärte, dass die Umsetzungsarbeiten für die Johor-Singapur Wirtschaftszone bereits begonnen hätten. Dabei spiele das Johor-Malaysia Investment Promotion Centre (IMFC-J) weiterhin eine koordinierende Rolle, indem es für Investitionen werbe und die reibungslose Realisierung bereits genehmigter Investitionsprojekte sicherstelle. Er wies darauf hin, dass der Schwerpunkt des Wirtschaftsministeriums in diesem Jahr auf der Umsetzung von Investitionsprojekten liege und nicht nur auf der Genehmigungsebene: Bislang seien von den im Jahr 2025 genehmigten Investitionen in Höhe von 76,98 Milliarden Ringgit bereits 57 % realisiert worden.
Die Entwicklung der Johor-Singapur Wirtschaftszone verläuft schneller als geplant. Das ursprünglich für fünf Jahre angestrebte Ziel, 20.000 Arbeitsplätze zu schaffen, könnte bereits nach drei Jahren vorzeitig erreicht werden. Akmal betonte, dass es der Regierung nicht nur um die Anzahl der Arbeitsplätze gehe, sondern vor allem darum, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und hochwertige Investitionen anzuziehen, um die Entwicklung von Rechenzentren und der Halbleiterindustrie hin zu nachgelagerten und höherwertigen Bereichen voranzutreiben. Darüber hinaus führten die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die globalen geopolitischen Veränderungen dazu, dass insbesondere europäische Unternehmen aus Italien ein gesteigertes Interesse an der Johor-Singapur Wirtschaftszone zeigten. Akmal erklärte, der italienische Botschafter habe eine Liste von Unternehmen vorgelegt, die Investitionsmöglichkeiten in der Wirtschaftszone erkunden möchten; die Regierung werde diese Investitionsabsichten zeitnah weiterverfolgen.
Der italienische Botschafter in Malaysia, Raffaele Langella, wies darauf hin, dass italienische Unternehmen in der Vergangenheit in den Bereichen Öl und Gas, Lebensmittel und Halbleiter aktiv gewesen seien. So sei STMicroelectronics bereits ein wichtiger Bestandteil der Industrie in Johor, und der italienische Energiekonzern ENI habe ebenfalls bedeutende Entwicklungsprojekte in Johor. Die Johor-Singapur Wirtschaftszone sei eine wichtige Plattform für die vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Malaysia und Singapur. Die Genehmigung und die bevorstehende Einführung der Blaupause würden Unternehmen aus beiden Ländern sowie internationalen Investoren klarere politische Leitlinien und Entwicklungserwartungen bieten.









