de.wedoany.com-Bericht: Der kanadische Stahlproduzent mit recyceltem Anteil, Algoma Steel Group Inc., hat eine Gewinnprognose für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht. Demnach wird ein bereinigtes EBITDA zwischen 3,5 und 10,5 Millionen US-Dollar erwartet, jedoch zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der Stahlauslieferungen ab.
Das Unternehmen rechnet für das am 30. Juni 2026 endende Quartal mit einer gesamten Stahlauslieferung zwischen 175.000 und 180.000 Tonnen. Diese Zahl liegt rund 20 % unter dem Vorquartal und über 60 % unter der Produktion des zweiten Quartals 2025. Algoma hat in diesem Jahrzehnt investiert, um seine Hochofen-/LD-Konverter-Stahlkapazität durch ein Elektrolichtbogenofen-System (EAF) mit recyceltem Anteil zu ersetzen. Gerade als die EAF-Kapazität hochgefahren wird, wird der Zugang des Unternehmens zum US-Markt jedoch durch die von den USA eingeführten Importzölle auf Stahl eingeschränkt.
Algoma gab an, dass die oben genannte bereinigte EBITDA-Zahl „eine endgültige Versicherungsabfindung in Höhe von 31,6 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit dem Vorfall am Koksversorgungskorridor im Januar 2024 sowie erwartete Anpassungserträge aus der Kapazitätsauslastung in Höhe von etwa 35 bis 38 Millionen US-Dollar“ enthält. Diese Anpassungen machen nahezu den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust des Stahlunternehmens aus.
CEO Rajat Marwah zeigte sich optimistisch. Er erklärte: „Das zweite Quartal 2026 zeigt die anhaltende Widerstandsfähigkeit unseres transformierten Geschäfts mit Rekordverkäufen von Grobblechen. Unser erster Elektrolichtbogenofen steigert die Produktion weiterhin wie erwartet, obwohl die allgemeinen Marktbedingungen weiterhin Druck auf die Gesamtauslieferungen ausüben.“ Marwah fügte hinzu, dass das Unternehmen im zweiten Halbjahr die Inbetriebnahme des zweiten Elektrolichtbogenofens erwarte und mit dessen Hochfahren auf die volle erwartete Kapazität beginne, um die Transformation abzuschließen.
Mit Blick auf die Handelspolitik und die Strategie des Unternehmens sagte Marwah: „Obwohl Zölle weiterhin einen strukturellen Gegenwind darstellen, machen wir weiterhin bedeutende Fortschritte bei der Umstellung auf eine stärker auf Kanada ausgerichtete Strategie. Der jüngste Anstieg der Stahlpreise ist ermutigend. Als einziger kanadischer Produzent von diskreten Grobblechen sind wir gut positioniert, um die wachsende Nachfrage aus den Bereichen Infrastruktur, Bauwesen und Verteidigung zu bedienen.“









