Bürgermeister von Le Bourget fordert Stopp des 75-MW-Rechenzentrumsprojekts
2026-07-02 14:50
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de.wedoany.com-Bericht: Der neue Bürgermeister von Le Bourget, Mehdi Nezzar, fordert die Streichung der Pläne des Gewerbeimmobilienunternehmens Segro, auf dem Gelände des ehemaligen H&M-Lagers in der Stadt ein Rechenzentrum mit einer Leistung von 75 MW zu errichten.

Die Baugenehmigung für das Projekt wurde von der vorherigen Regierung erteilt, es sind jedoch noch zusätzliche öffentliche Konsultationen sowie Lärm- und Luftverschmutzungsstudien erforderlich.

Die regionalen Umweltbehörden (Les missions régionales d'autorité environnementale, MRAe) äußerten mehrere Bedenken zu dem Vorhaben, darunter die geplante Verwendung des Kältemittels R1234ze. Dieses Kältemittel gilt zwar als emissionsarm, gehört aber zur Familie der PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) – sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ – und ist umweltschädlich. Die MRAe stellte zudem den begrenzten Wärmerückgewinnungsplan des Standorts in Frage – Segro gab an, aus dem 75-MW-Stromverbrauch des Rechenzentrums 12 MW Wärme zurückzugewinnen – sowie die Auswirkungen der Anlage auf die Luftqualität.

Le Bourget

Das Rechenzentrum mit einer Fläche von 25.300 Quadratmetern (272.325 Quadratfuß) soll drei Gebäude und 33 Notstromaggregate umfassen.

Eine Seite, die für das Projekt warb und die Eröffnung für das dritte Quartal 2028 angab, scheint von der Segro-Website entfernt worden zu sein. DCD hat das Unternehmen kontaktiert, um weitere Informationen zum Projektstatus zu erhalten.

Eine Petition gegen das Projekt hat bereits 18.000 Unterschriften gesammelt, und die ablehnende Haltung von Bürgermeister Nezzar könnte dadurch beeinflusst worden sein. In der Petition wird befürchtet, dass das Rechenzentrum negative Auswirkungen auf die nahegelegenen Wohngebiete, Schulen und Kindertagesstätten haben könnte.

Segro treibt zudem im Département Val-de-Marne im südöstlichen Vorortbereich von Paris ein weiteres Rechenzentrumsprojekt mit einer Kapazität von 70 MW voran.

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