de.wedoany.com-Bericht: Chile und Argentinien sind der von den USA vorangetriebenen internationalen Initiative Pax Silica beigetreten, die darauf abzielt, die Lieferketten für strategische Mineralien und Einsatzstoffe zu stärken, um die Ausweitung der künstlichen Intelligenz zu unterstützen. Die beiden Länder schlossen sich dem Bündnis auf dem zweiten Pax-Silica-Gipfel an, der vom 25. bis 26. Juni stattfand.

Die beschleunigte Ausweitung der künstlichen Intelligenz treibt die Nachfrage nach kritischen Mineralien wie Kupfer, Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit, Gallium, Germanium und Seltenen Erden (z. B. Praseodym und Dysprosium) an, die für digitale Infrastrukturen wie Rechenzentren, Stromnetze und Energiespeichersysteme unerlässlich sind. Silizium, ein wichtiger Einsatzstoff für die Herstellung von Halbleitern und Mikrochips, das hauptsächlich aus Siliziumdioxid in Mineralien wie Quarz gewonnen wird, gehört ebenfalls dazu. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Abkommen zunehmend an Bedeutung.
Chile ist der weltweit größte Kupferproduzent und der zweitgrößte Lithiumproduzent, während Argentinien bei der Lithiumproduktion den vierten Platz belegt und über Reserven für Kupferprojekte von Weltklasse verfügt. Mit ihrem Beitritt werden die beiden Länder gemeinsam mit Costa Rica, El Salvador und Panama zu den lateinamerikanischen Vertretern des Bündnisses. Dieser Schritt steht im Einklang mit der Strategie der USA, die Versorgung mit kritischen Mineralien zu diversifizieren und die Abhängigkeit von dominanten Anbietern wie China zu verringern.
Pax Silica verbessert den Status der Mitgliedsländer im Vergleich zu regionalen Wettbewerbern und könnte dazu beitragen, Zugang zu potenziellen zukünftigen Fonds und anderen Kapitalisierungsinstrumenten im Zusammenhang mit der Initiative zu erhalten. Der vorherige Pax-Silica-Gipfel fand in Washington statt und betonte das Ziel, eine integrierte Lieferkette aufzubauen, die von der Mineraliengewinnung und -verarbeitung über die Herstellung fortschrittlicher Materialien, Halbleiter und KI-Hardware bis hin zur industriellen Infrastruktur reicht, die diese Glieder verbindet. Die Herausforderung für Chile und Argentinien besteht darin, diese Strategie zu nutzen, um zu wertschöpfungsintensiveren Aktivitäten überzugehen, anstatt sich nur an der Rohstoffversorgung zu beteiligen.
Einer der treibenden Kräfte hinter dem Beitritt Argentiniens ist sein Botschafter in den USA, Alec Oxenford, der eng mit dem stellvertretenden US-Außenminister für Wirtschaftsangelegenheiten, Jacob Helberg, zusammenarbeitet. Der argentinische Finanzminister Pablo Quirno erklärte, der Beitritt zu dem Abkommen festige Argentiniens Position als zuverlässiger Lieferant und stärke seine Rolle als strategischer Akteur in diesem Bereich. Auf chilenischer Seite hat der chilenische Botschafter in den USA, Andrés Ergas, den Beitritt zur Pax-Silica-Initiative offiziell vorangetrieben und die gemeinsame Erklärung zur künstlichen Intelligenz unterzeichnet.









