de.wedoany.com-Bericht: Die Transportes Metropolitanos de Lisboa (TML) hat diese Woche eine öffentliche Ausschreibung gestartet, um an Verkehrsknotenpunkten der Metropolregion Lissabon das „Rede de Bicicletários Navegante“ (Navegante-Fahrradparknetz) mit insgesamt 57 Fahrradparkhäusern zu errichten. Die Investitionssumme beträgt 1,36 Millionen Euro.

Die TML erklärte, dass das neue Netz eines der Haupthindernisse für die tägliche Nutzung von Fahrrädern beseitigen soll: den Mangel an sicheren Abstellmöglichkeiten an Verkehrsknotenpunkten. Das System wird in der gesamten Metropolregion einheitliche Nutzungsregeln haben. Passagiere mit einer gültigen Navegante-Monatskarte können es kostenlos nutzen.
Das Unternehmen, das für die Verwaltung des öffentlichen Straßenverkehrsdienstes in der Metropolregion Lissabon zuständig ist, wies in einer Erklärung darauf hin, dass die Fahrradparkhäuser modular aufgebaut und mit Zugangskontrollen ausgestattet sein werden. Nutzer können ihre privaten Fahrräder sicher abstellen und dann auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.
Die öffentliche Ausschreibung umfasst die Lieferung, Installation, Parametrierung und Wartung der Fahrradparkhäuser sowie die Entwicklung eines Zugangskontroll- und Netzüberwachungssystems. Die TML gab bekannt, dass der Basispreis der Investition 1,36 Millionen Euro beträgt. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch die TML, die portugiesische Infrastrukturgesellschaft (Infraestruturas de Portugal) und die beteiligten Gemeinden. Gleichzeitig ist geplant, über das Programm „Portugal 2030“ europäische Fördermittel zu beantragen.
Das Projekt des Navegante-Fahrradparknetzes sieht in der ersten Phase die Installation von 57 sicheren Fahrradparkhäusern an Verkehrsknotenpunkten vor. Diese werden auf 18 Gemeinden der Metropolregion Lissabon verteilt, wobei jede Gemeinde mindestens eines erhält.
Die TML erklärte, dass durch den Bau dieser Infrastruktur die Kombination von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln gefördert werden soll, um die Abhängigkeit vom Auto im täglichen Pendelverkehr zu verringern. Neben der Stärkung der intermodalen Verkehre wird das Projekt auch den Einzugsbereich der Verkehrsknotenpunkte erheblich erweitern. Während das Gehen im Durchschnitt einen Radius von etwa 1,5 Kilometern abdeckt, kann das Fahrrad diesen Bereich auf 5 bis 8 Kilometer ausdehnen, wodurch die Zahl der Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel bequem nutzen können, steigt.
Hinsichtlich der Standortwahl für die Parkhäuser erläuterte die TML, dass die 263 im Metropolplan für nachhaltige städtische Mobilität (Plano Metropolitano de Mobilidade Urbana Sustentável, PMMUS) identifizierten Verkehrsknotenpunkte bewertet wurden. Die Bewertungskriterien umfassten die Nähe zu bestehenden und geplanten Radwegen, den Bedarf an jedem Knotenpunkt sowie das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln. Konkrete Standorte wurden jedoch nicht genannt.
Die TML wies darauf hin, dass diese Fahrradparkhäuser die bestehenden öffentlichen Fahrradsysteme in der Region ergänzen werden, die sich hauptsächlich an Nutzer ohne eigenes Fahrrad richten. Das neue Netz wird die Bedürfnisse derjenigen erfüllen, die ihr eigenes Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln für ihre täglichen Fahrten nutzen möchten.
Das Projekt ist Teil des Plans für nachhaltige städtische Mobilität der Metropolregion Lissabon und zielt darauf ab, die Nutzung des nichtmotorisierten Verkehrs und der öffentlichen Verkehrsmittel zu stärken. Im Jahr 2021 hatte die TML bereits am Verkehrsknotenpunkt Setúbal ein Fahrradparkhaus als Pilotprojekt im Rahmen des von der EU geförderten European Smarthubs-Konsortiums installiert, das bemerkenswerte Erfolge erzielte.










