de.wedoany.com-Bericht: Die sechs Gewinner des Bergbauinnovationspreises für Lateinamerika und die Karibik des Projekts „Innovaciones que Despegan" (Innovationen, die abheben), organisiert vom PERUMIN Hub (Peruanisches Zentrum für Bergbauinnovation), haben in Deutschland ein immersives Austauschprogramm namens „MinJust-Delegation" absolviert, das darauf abzielt, Innovatoren aus der Region mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Fachplattformen zusammenzubringen.

In Lateinamerika werden zunehmend Technologien entwickelt, die auf spezifische Herausforderungen der Bergbauproduktivität, Betriebseffizienz und Nachhaltigkeit abzielen. Viele Innovationen stehen jedoch vor einem gemeinsamen Problem: Wie können sie das lokale Ökosystem überwinden, die notwendigen Fähigkeiten und Netzwerke aufbauen, um internationale Märkte zu erschließen, dort Lösungen zu validieren, strategische Allianzen zu schmieden und das Wachstum zu beschleunigen? Die Delegation ist Teil des MinJust-Projekts, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Europäischen Union finanziert wird. Es wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) durchgeführt und von der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer (AHK Chile) organisiert. Auch Vertreter der Regierungen Brasiliens und Chiles sowie der Deutsch-Peruanischen und Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammern (AHK) nahmen teil.
Das offene Innovationsprogramm PERUMIN Hub, veranstaltet vom Institut für Bergbauingenieure Perus (IIMP) und dem Peruanischen Zentrum für Bergbauinnovation (Hub), brachte Unternehmen wie NanoInventa, GeoLith AI, Alaya, Antara, Tech Innovation und Jebi zusammen. Diese Lösungen nahmen an einer Agenda teil, die darauf abzielt, ihren Internationalisierungsprozess durch technische, geschäftliche und akademische Aktivitäten zu stärken. Innerhalb einer Woche besuchten die Innovatoren Unternehmen wie SAP, Huber Technology und MAN Truck & Bus, um Technologien kennenzulernen, die in verschiedenen Produktionsbereichen eingesetzt werden, und Erfahrungen zu Innovation und technologischem Wandel auszutauschen. Sie trafen sich auch mit deutschen Forschungs-, Industrie- und Innovationsinstitutionen wie dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie, der TU Bergakademie Freiberg und Bayern Innovativ, um Kooperationsmodelle zwischen dem Produktionssektor, der Wissenschaft und Technologiezentren kennenzulernen.
Pía Torres, Vertreterin des Hubs, betonte, dass die Internationalisierung von Technologie keine Einzelaufgabe sei, sondern Allianzen mit globalen Akteuren erfordere, um Lösungen für neue Herausforderungen zu testen. Die Förderung von Verbindungen zwischen Innovatoren der Region und internationalen Netzwerken helfe dabei, Wissens- und Kooperationsbrücken zu bauen, die für ihre globale Entwicklung unerlässlich seien. Die Agenda endete mit der Teilnahme am Mining Forum 2026 in Berlin, das von der DMT organisiert wurde. Dort präsentierten die Preisträger ihre Technologien vor Branchenführern, Experten und potenziellen strategischen Partnern. Diese Plattform ermöglichte es den in Lateinamerika entwickelten Lösungen, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren, das mit Bergbaubetrieben, Technologieanbietern, angewandter Forschung und der Entwicklung neuer Lösungen für die Branche verbunden ist. Diese Erfahrung unterstreicht die Bedeutung der Schaffung von Mechanismen, um lateinamerikanische Bergbauinnovationen mit den wichtigsten globalen Innovationsökosystemen zu verbinden. In einer Zeit, in der der Bergbau zunehmend strengeren globalen Standards für Nachhaltigkeit und Minderung von Auswirkungen gegenübersteht, ist es entscheidend, internationale Plattformen zur Validierung von Technologien, zur Aufnahme bewährter Verfahren und zum Aufbau strategischer Allianzen zu haben, um deren Verbreitung, Einführung und Skalierung zu beschleunigen.










