de.wedoany.com-Bericht: Die kenianische Regierung verstärkt ihre Bemühungen zur Ausweitung der Ethanolproduktion und der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien als Teil der Reformmaßnahmen, die den Zuckersektor effizienter, diversifizierter und nachhaltiger gestalten sollen.
Der kenianische Vizepräsident Kithure Kindiki kündigte diesen Plan auf dem 68. Seminar der International Sugar Organisation in Diani, Kwale County, an. Die Teilnehmer diskutierten über globale und regionale Entwicklungen in der Zucker- und Bioenergiebranche.
Laut einem Bericht von ChiniMandi erklärte Kindiki, die Regierung führe strukturelle Reformen durch, um die langjährigen Herausforderungen des Zuckersektors zu bewältigen, darunter schwache Managementsysteme, verspätete Zahlungen an Landwirte und Arbeiter sowie die jahrelang geringe Produktivität, die das Branchenwachstum beeinträchtigt hat.
Zu den Reformmaßnahmen gehören die Umstrukturierung des Kenya Sugar Board und die Verpachtung staatlicher Zuckerfabriken an private Betreiber, um die Effizienz zu steigern, Investitionen anzuziehen und die operative Leistungsfähigkeit der gesamten Branche zu verbessern.
Kindiki wies darauf hin, dass die Reformen bereits erste Erfolge gezeigt hätten: Die Zuckerrohranbaufläche sei um rund 200.000 Hektar erweitert worden, gleichzeitig habe sich das Zuckervolumen erhöht, und die Einkommen der Landwirte seien dank staatlicher Agrarsubventionen gestiegen.
Im Rahmen der nächsten Transformationsphase ermutigt die Regierung die Zuckerfabriken, ihr Geschäft von der traditionellen Zuckerproduktion auf die Ethanolherstellung und Stromerzeugung auszuweiten, um zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen und Kenias breitere Ziele im Bereich erneuerbare Energien zu unterstützen.
Wie berichtet wird, erwägen einige Zuckerfabriken die Durchführung von Kraft-Wärme-Kopplungsprojekten, um überschüssigen Strom ins nationale Netz einzuspeisen; andere Fabriken planen, die Ethanolproduktion zu steigern, um es als saubereren und nachhaltigeren Kraftstoff für den Verkehr zu nutzen.
Kindiki erklärte, die Zukunft des Zuckersektors liege in der Diversifizierung. Er wies darauf hin, dass sich die Branche zu einem Multi-Produkt-Bereich entwickeln werde, der Zucker, Ethanol, Flugkraftstoff, erneuerbare Energien und andere industrielle Nebenprodukte herstellt, um die nationale Entwicklung und Energiesicherheit zu unterstützen.
Er betonte, dass diese Veränderungen darauf abzielen, die Branche zu modernisieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sicherzustellen, dass sie effektiver zur wirtschaftlichen Transformationsagenda Kenias beiträgt.
Der Vizepräsident äußerte zudem Bedenken hinsichtlich des globalen Handelsungleichgewichts und wies darauf hin, dass Subventionen und restriktive Maßnahmen auf dem internationalen Zuckermarkt weiterhin Entwicklungsländer benachteiligen und einen fairen Wettbewerb einschränken.
Er rief zu verstärkten Investitionen in die afrikanische Landwirtschaft auf und forderte Regierungen und private Akteure auf, moderne Technologien und innovative Praktiken zu übernehmen, um die Produktivität zu steigern und die Branche für die jüngere Generation attraktiver zu machen.
Das 68. Seminar der International Sugar Organisation brachte Regierungsvertreter, Branchenführer, Investoren und Entwicklungspartner zusammen, um Wachstumschancen in der Zuckerproduktion, der Integration erneuerbarer Energien und der industriellen Fertigung in der Region zu erörtern.
Die Teilnehmer diskutierten das Potenzial von Bioenergie und Ethanol als Schlüsseltreiber für wirtschaftliche Diversifizierung, insbesondere in zuckerproduzierenden Ländern, die ihre Abhängigkeit vom Export von Rohstoffen verringern möchten.
Die kenianische Regierung bekräftigte ihre Unterstützung für Reformen, die die landwirtschaftliche Entwicklung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbinden, und positioniert den Zuckersektor als zentrale Säule des Übergangs des Landes zu einer grüneren und diversifizierteren Wirtschaft.










