de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales hat angekündigt, 12 Milliarden AUD in den Wiederaufbau der Zugfertigung in der Hunter-Region zu investieren. Geplant ist der Bau einer neuen staatlichen Zugproduktionsanlage, die von einem privaten Hersteller betrieben wird, sowie ein 15-jähriges Programm zur Herstellung von Schienenfahrzeugen, um die langfristige lokale Fertigung, Beschäftigung und die Entwicklung der Lieferkette zu unterstützen.

Diese Investition soll die bisherige projektweise Beschaffung durch ein langfristiges Produktionsprogramm ersetzen und so der Industrie und der Personalentwicklung mehr Planungssicherheit bieten. Nach einer umfassenden Standortsuche hat die Regierung zwei mögliche Standorte identifiziert: die ehemalige Kohlemine in Teralba und den Broadmeadow Locomotive Depot, wo zwischen 1986 und 1998 die ursprüngliche Tangara-Flotte gebaut wurde. Die endgültige Standortwahl wird nach Due-Diligence-Prüfungen und Konsultationen mit Interessengruppen getroffen, wobei für den Standort Teralba weitere Gespräche mit Glencore und Projektpartnern über einen möglichen Erwerb erforderlich sind.
Die neue Anlage soll voraussichtlich die Zugfertigung in der Hunter-Region für über 30 Jahre unterstützen. Nach Abschluss der Produktion der neuen Tangara-Flotte wird das Produktionsprogramm in den 2040er Jahren die Ersetzung der Millennium- und OSCAR-Flotten sowie in den 2050er Jahren die Ersetzung der Waratah-Flotte umfassen. Premierminister Chris Minns erklärte, die Initiative ziele darauf ab, den Herstellern langfristige Planungssicherheit zu bieten, anstatt von einzelnen Beschaffungsprojekten abhängig zu sein. Er betonte, dass die Regierung eine langfristige Produktionspipeline aufbaue, die der Industrie das Vertrauen gebe, in New South Wales zu investieren, Lehrlinge einzustellen und lokale Lieferketten zu entwickeln.
Das Projekt wird voraussichtlich bis zu 780 Bauarbeitsplätze sowie 550 langfristige Stellen in der Fertigungsanlage und ihrer Lieferkette schaffen. Verkehrsminister John Graham erklärte, diese Investition, zusammen mit der Zusage eines lokalen Anteils von mindestens 50 % in den Schienenfahrzeugverträgen, werde den Herstellern die nötige Sicherheit geben. Die Ministerin für Inlandsfertigung und öffentliche Beschaffung, Courtney Houssos, fügte hinzu, dass die Regierung ihre Kaufkraft nutze, um lokale Hersteller, lokale Arbeiter und lokale Lieferketten zu unterstützen, und wies darauf hin, dass auf jede Arbeitsstelle in der Fabrik dreieinhalb Stellen in der Lieferkette kämen.
Diese Ankündigung ist Teil des Wahlversprechens der Minns-Regierung, das den Beginn der Beschaffung der neuen Tangara-Flotte vor Ende der ersten Amtszeit vorsieht. Die Regierung hat in Cardiff bereits zwei Produktionslinien für das 447 Millionen AUD teure Tangara-Lebensdauerverlängerungsprojekt eingerichtet, das voraussichtlich 100 qualifizierte Arbeiter und 20 Lehrlinge beschäftigen wird. Brad Pidgeon, Sekretär der Australian Manufacturing Workers‘ Union in New South Wales, begrüßte die Ankündigung und bezeichnete sie als einen wichtigen Moment im Kampf um die Rückkehr der Zugfertigungsarbeitsplätze nach New South Wales. Die geplante Anlage und das langfristige Produktionsprogramm würden den lokalen Arbeitern jahrzehntelang stabile, hochqualifizierte Fertigungsarbeitsplätze bieten.
Zu den nächsten Schritten gehören die endgültige Standortwahl und der Beginn eines formellen Interessenbekundungsverfahrens für Verträge zum Bau der Anlage und zur Herstellung künftiger Zugflotten. Die Regierung gab an, dass bereits Lieferantenworkshops stattgefunden hätten, um Unternehmen auf die Teilnahme am Beschaffungsprozess vorzubereiten.










