de.wedoany.com-Bericht: Hitachi Construction Machinery Co., Ltd. hat angekündigt, bis Oktober 2027 in einem südafrikanischen Bergwerk technische Machbarkeitstests für einen hybriden Muldenkipper zu starten. Nach erfolgreicher Validierung ist eine weltweite Einführung geplant. Der Testort ist das Grootegeluk-Kohlebergwerk der südafrikanischen Bergbaugruppe Exxaro Resources in der Provinz Limpopo. Der Hybridkipper basiert auf dem bestehenden diesel-elektrischen Muldenkipper EH4000AC-3, der mit Batterien sowie Lade- und Entlade-Steuergeräten nachgerüstet und dessen Wechselstrom-Antriebssystem auf Hybridspezifikation umgerüstet wird.
Hitachi Construction Machinery mit Hauptsitz in Tokio, Japan, ist ein weltweit führender Hersteller von Baumaschinen und wird ab April 2027 in LANDCROS umbenannt. Das Unternehmen erklärte, die Dekarbonisierung von Muldenkippern als zentrale Herausforderung zu betrachten, mit dem Ziel, bis April 2028 einen rein batteriebetriebenen Muldenkipper zu kommerzialisieren und bis April 2031 einen hybriden Muldenkipper praktisch einzusetzen. Exxaro Resources ist eines der größten diversifizierten Bergbauunternehmen Südafrikas mit Geschäftsfeldern in Kohle, Eisenerz, Ilmenit und Energie und belegte 2025 Platz 456 der Fortune Global 500.
Nach Berechnungen von Hitachi Construction Machinery könnte das Hybrid-Antriebssystem durch effizientere Nutzung der Energie während Fahrt und Bremsvorgängen den Kraftstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen um 10 % oder mehr senken. Für einen Lkw, der 20 Stunden täglich und 350 Tage im Jahr betrieben wird, soll der Dieselverbrauch von jährlich 1,2 Millionen Litern (Emission von 3.000 Tonnen CO₂) auf etwa 1 Million Liter (Emission von 2.500 Tonnen CO₂) sinken. Bei Verwendung von hydriertem Pflanzenöl (HVO) könnten die CO₂-Emissionen theoretisch um weitere bis zu 90 % reduziert werden.
Das Grootegeluk-Kohlebergwerk ist ein extrem großes Bergwerk, dessen Kohleproduktion 20 bis 25 % des südafrikanischen Stromerzeugungskohlebedarfs deckt. Im Geschäftsjahr 2025 lieferte das Bergwerk über Förderbänder 21,4 Millionen Tonnen Kohle an die Kraftwerke Matimba und Medupi des südafrikanischen Energieversorgers Eskom, mit einer jährlichen Förderkapazität von über 25,1 Millionen Tonnen. Das Bergwerksgelände erstreckt sich über 6 Kilometer mal 3 Kilometer. Der Fuhrpark besteht derzeit aus 88 diesel-elektrischen Lkw, darunter Hitachi (Euclid) EH3500 und EH4500, Hitachi EH4000AC-3 sowie Komatsu 730E. Kürzlich wurden sieben Komatsu 830E-5-Lkw, drei Hitachi EH4000AC-3 und sieben XCMG XDE260-Lkw hinzugefügt, sodass die Gesamtzahl der Fahrzeuge über 100 liegt.
Das Bergwerk treibt mehrere Nachhaltigkeitsinitiativen voran, darunter das im Dezember 2025 in Betrieb genommene 68-Megawatt-Solarkraftwerk Lephalale. Im Rahmen der Demonstrationsversuche wird Hitachi Construction Machinery Wartungspersonal in Südafrika und anderen Ländern der südlichen Hemisphäre in der Reparatur und Instandhaltung hybrider Muldenkipper schulen. Das Hybridprojekt wird gemeinsam von Hitachi Construction Machinery und Hitachi Industrial Equipment (Hersteller von Wechselstrom-Antriebssystemen) vorangetrieben.










