Ghana plant Erhöhung der Goldförderabgabe auf 9–12 %, Elfenbeinküste setzt auf beschleunigte Genehmigungen
2026-07-07 08:36
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de.wedoany.com-Bericht: Für Bergbauunternehmen, Investoren und Generalunternehmer, die die westafrikanische Goldindustrie bewerten, bieten Ghana und die Elfenbeinküste zwei grundlegend unterschiedliche Investitionsmodelle. Ghana strebt auf der Grundlage seiner Produktionsbasis durch geplante Förderabgabereformen, strengere Pachtbedingungen und eine verstärkte Beteiligung an strategischen Vermögenswerten höhere Staatseinnahmen an, während die Elfenbeinküste stärker auf Genehmigungsgeschwindigkeit, regulatorische Stabilität und politische Planungssicherheit setzt.

Westafrikanisches Gold - canva

Dieser Kontrast zeigt sich vor dem Hintergrund einer allmählichen Erholung des Goldpreises. Obwohl der Goldpreis von seinem Höchststand von 5.500 USD pro Unze im Januar auf unter 4.000 USD pro Unze im Juni fiel, geht der World Gold Council davon aus, dass er sich wieder auf etwa 4.500 USD pro Unze erholen könnte. Da steigende Goldpreise die Wirtschaftlichkeit afrikanischer Projekte neu gestalten, bieten die Wettbewerbsstrategien Ghanas und der Elfenbeinküste eine zeitgemäße Referenz dafür, wie Regierungen fiskalische Renditen mit langfristiger Investitionsattraktivität in Einklang bringen können.

Ghana versucht, die Rekordproduktion in höhere fiskalische Renditen umzuwandeln. Im Jahr 2025 verzeichnete das Land vorläufig eine Rekordgoldproduktion von 6 Millionen Unzen, wobei große Minen 2,9 Millionen Unzen beisteuerten. Die Goldexporteinnahmen beliefen sich auf rund 11 Milliarden US-Dollar, was die Stellung des Sektors als Rückgrat der Volkswirtschaft weiter festigte. Auch der handwerkliche und kleinbergbauliche Abbau trug zum Wachstum bei, mit einer Produktion von 3,1 Millionen Unzen im Jahr 2025, was 52 % der Gesamtproduktion entspricht. Durch das Rückverfolgbarkeitsprogramm der Ghana Gold Commission (GoldBod), dessen Pilotphase Anfang 2026 startete, zielt die Regierung auf eine Formalisierung der Produktion bei gleichzeitiger Stärkung des Vertrauens in die ghanaische Goldwertschöpfungskette ab. Kenneth Ashigbey, CEO der Ghana Chamber of Mines, sagte gegenüber Prospect, das Programm „helfe nicht nur, Schlupflöcher zu schließen, sondern stelle auch sicher, dass handwerklicher und kleinbergbaulicher Goldabbau verantwortungsvoll erfolgt.“

Angesichts der Rekordproduktion und der erwarteten steigenden Goldpreise suchen die politischen Entscheidungsträger in Ghana nach einem größeren Anteil an den Bergbaueinnahmen. Die geplante Reform der Förderabgabe würde die Abgabe auf 9 % erhöhen, bei einem Goldpreis über 4.500 USD pro Unze sogar auf 12 %. Während dies darauf abzielt, die Renditen in Zeiten hoher Rohstoffpreise zu maximieren, warnte Ashigbey, dass diese Änderungen die Wettbewerbsfähigkeit Ghanas beeinträchtigen könnten. „Der Anteil der Staatseinnahmen liegt bei fast 60 %, und wenn der Goldpreis fällt, könnte dieser Anteil sogar auf 64 % oder 65 % steigen“, sagte er und fügte hinzu, dass die fiskalische Wettbewerbsfähigkeit trotz der berechtigten Beteiligung des Staates an hohen Preisen eine Priorität bleiben müsse. Ashigbey merkte an: „Wir befürchten, dass die eingeführten Steuersätze Ghana unattraktiv machen. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Bergbauregionen liegt dieser Anteil in der Elfenbeinküste bei 50 %.“

Die Elfenbeinküste konzentriert sich nicht auf die Steigerung der fiskalischen Renditen aus der bestehenden Produktion, sondern nutzt den aktuellen Goldzyklus, um Investitionen zu beschleunigen und den Bergbausektor auszubauen. Die Regierung strebt bis 2030 eine jährliche Produktion von 62 Tonnen (etwa 2 Millionen Unzen) an und stellt regulatorische Planungssicherheit und Genehmigungseffizienz in den Mittelpunkt ihrer Wachstumsstrategie. Dies spiegelt sich in einer Reihe regulatorischer Entscheidungen wider. Im Oktober 2025 genehmigte die Regierung 11 Explorationslizenzen, darunter für acht Goldprojekte, um die Aufrechterhaltung der Explorationsaktivitäten zu verstärken. Auch die Projektpipeline des Landes schreitet kontinuierlich voran. Das 2,5 Milliarden US-Dollar schwere Doropo-Projekt von Resolute Mining erhielt eine Abbaulizenz, Perseus Mining erhielt eine Verlängerung der Lizenz für Yaouré bis 2036, und das Koné-Projekt von Montage Gold strebt die erste Goldproduktion bis Ende 2026 an. Diese Entwicklungen zeigen gemeinsam, wie Genehmigungsgeschwindigkeit und politische Planungssicherheit das Vertrauen der Investoren stärken und die Projektumsetzung beschleunigen, was die Elfenbeinküste in die Lage versetzt, um die nächste Welle von Bergbaukapital zu konkurrieren.

Mit der Stärkung des Goldzyklus verfolgen Ghana und die Elfenbeinküste unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel: höhere Rohstoffpreise in langfristigen wirtschaftlichen Wert umzuwandeln. Wie jede Strategie abschneidet, wird die nächste Phase der Bergbauinvestitionslandschaft in Westafrika prägen.

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