Tiefseemineralien-Unternehmen bewertet polymetallische Knollen als ergänzende Quelle im Pazifik
2026-07-07 08:38
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Der strukturelle Wandel des globalen Energiesystems treibt die Nachfrage nach kritischen Mineralien an. Diese Veränderungen umfassen die Elektrifizierung, die Dekarbonisierung und den Ausbau der digitalen Infrastruktur, was die Abhängigkeit von Mineralien wie Kupfer, Kobalt, Nickel, Mangan, Graphit und Seltenen Erden erhöht. Gleichzeitig stehen terrestrische Quellen vor Herausforderungen wie sinkenden Erzgehalten, Umwelt- und Sozialauflagen sowie Konzentrationsrisiken in der Versorgung. Tiefseemineralien, insbesondere polymetallische Knollen in Gebieten wie der Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) im Pazifik und den Cookinseln, werden als potenzielle ergänzende Versorgungsquellen bewertet. James Deckelman, CEO von Deep Sea Minerals Corp., gab kürzlich ein Interview mit dem Canadian Mining Journal über die Rolle von Tiefseemineralien, Projektentwicklungsstrategien, Kostenstrukturen, regulatorische Rahmenbedingungen und Branchenaussichten.

Polymetallische Knollen enthalten in einem einzigen Erzkörper mehrere kritische Mineralien und werden seit Jahrzehnten erforscht. Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) deuten darauf hin, dass der Marktwert kritischer Mineralien bis 2030 um etwa 30 % bis 40 % steigen und bis 2040 weiter wachsen könnte. Eine Bewertung zeigt, dass allein zur Deckung des prognostizierten Bedarfs an Batteriemineralien bis 2030 etwa 293 neue Bergwerke an Land erforderlich wären, was als unrealistisch gilt. Daher beantragt Deep Sea Minerals Corp. Explorationslizenzen in der CCZ und den Cookinseln sowie anderen pazifischen Regionen und plant Aktivitäten von der Exploration über potenzielle Testförderung bis hin zur kommerziellen Gewinnung.

Hinsichtlich der Betriebskosten wird erwartet, dass die Betriebsausgaben (OpEx) mit denen der Tiefsee-Öl- und Gasförderung vergleichbar sind, während die Investitionsausgaben (CapEx), insbesondere in der Verarbeitungsphase, ebenfalls beträchtlich sind. Die Kostenschätzungen umfassen: Exploration in zweistelliger Millionenhöhe, Produktionsentwicklung in dreistelliger Millionenhöhe und Verarbeitungsinfrastruktur im Milliardenbereich. Im Gegensatz zu den Risikoprofilen der Öl- und Gasförderung liegen polymetallische Knollen auf dem Meeresboden, sind nicht verankert, sichtbar und inert. Die Ressourcenquantifizierung kann mit hoher Präzision erfolgen, und die Rückgewinnungseffizienz könnte nahe 100 % erreichen. Vorläufige Machbarkeitsbewertungen von Branchenteilnehmern zeigen, dass trotz der hohen Kosten die Gesamtprojektwirtschaftlichkeit dennoch attraktiv sein könnte, mit Finanzkennzahlen wie hohem Nettobarwert (NPV), interner Verzinsung (IRR) und EBITDA-Marge. Die technologische Entwicklung konzentriert sich auf Sammelsysteme, Umweltmanagement (z. B. Umgang mit Sedimentfahnen) sowie auf polymetallische Knollen optimierte Verarbeitungssysteme; einige Pilotverarbeitungsprojekte sind im Gange.

In regulatorischer Hinsicht ist die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) historisch für die Verwaltung von Meeresbodenressourcen in internationalen Gewässern außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) zuständig, doch die Fortschritte bei der Regulierung der kommerziellen Gewinnung sind langsam. Jüngste Fortschritte umfassen die Vorlage eines überarbeiteten Entwurfs für Ressourcengewinnungsvorschriften durch den ISA-Generalsekretär auf der Ratssitzung in Kingston, Jamaika. Gleichzeitig entstehen alternative Regulierungsmechanismen. In den USA erwägt die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die Schaffung eines Rahmens, der gemeinsame Explorationslizenzen und kommerzielle Rückgewinnungsgenehmigungen für internationale Gewässer außerhalb der AWZ ermöglicht. Deep Sea Minerals Corp. beantragt Explorationslizenzen unter diesem alternativen Mechanismus, einschließlich Anträgen für Gebiete in der CCZ.

Deckelman ist der Ansicht, dass sich die Branche in mehreren Bereichen rasant entwickelt. Die Nachfrageseite wird durch die Energiewende, Verteidigung, saubere Technologien sowie das Wachstum von KI und Cloud-Computing angetrieben; die Angebotsseite ist durch sinkende Erzgehalte, Versorgungsunterbrechungen und geografische Konzentration eingeschränkt. Die politische Unterstützung der US-Regierung nimmt zu, beispielsweise durch eine im April 2025 erlassene Executive Order, die kritische Mineralien zur nationalen Sicherheitspriorität erklärt. Auch die Tiefsee-Sammeltechnologie schreitet voran, mit Initiativen wie der strategischen Reserve „Project Vault" im Wert von rund 12 Milliarden US-Dollar und der strategischen Partnerschaft zwischen den USA und den Cookinseln. Auf dem Markt könnten in den nächsten fünf Jahren rund 3 Billionen US-Dollar in Bereiche im Zusammenhang mit KI, Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur investiert werden. Zu den Schlüsselindikatoren für die Branchenrentabilität gehören: regulatorische Klarheit, technologische Validierung, Verarbeitungskapazität, kommerzielle Bereitstellung, Kapitaleinsatz und die Integration von Tiefseemineralien in globale Lieferketten.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com