de.wedoany.com-Bericht: Am 6. Juli kündigte Toyota Motor Corporation an, im bestehenden Produktionsgelände in San Antonio, Texas, ein neues Werk mit Investitionen von 3,6 Milliarden US-Dollar zu bauen. Die Produktion soll vor 2030 anlaufen und voraussichtlich rund 2.000 Arbeitsplätze schaffen. Das neue Werk wird einen Teil der Produktion des mittelgroßen Pickups „Tacoma" von Baja California, Mexiko, nach Texas verlagern, während das Werk in Guanajuato, Mexiko, weiterhin dieses Modell produziert. Toyota plant zudem, im Herbst ein neues Hinterachswerk mit einer Fläche von 500.000 Quadratfuß in Betrieb zu nehmen.
Diese Ankündigung von Toyota zur Kapazitätsanpassung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Regierung ihre Zollpolitik für Importe von Autos, Stahl, Aluminium und Teilen anpasst und Druck auf Automobilhersteller ausübt, die Produktion zurückzuverlagern. Toyota erklärte, das Unternehmen bleibe seinen Geschäftsaktivitäten in Mexiko, Kanada und den USA verpflichtet und dränge auf eine Verlängerung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens, das die Hersteller für die regionale Integration der Produktion in Nordamerika als wichtig erachten. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, erklärte, die Investition sei für einen staatlichen Zuschuss von 20 Millionen US-Dollar und weitere Anreize qualifiziert. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, die Investitionsankündigung von Toyota sei eine der Investitionen, die durch die Zoll-, Deregulierungs- und Steuersenkungsagenda der Regierung vorangetrieben würden.
Rückblickend hatte Toyota im Jahr 2020 die Produktion des Modells „Tacoma" von San Antonio in das Werk in Guanajuato, Mexiko, verlagert, das parallel zum Werk in Baja California produziert, das diesen Pickup seit 2004 herstellt. Im vergangenen Jahr trug Toyotas CEO Akio Toyoda ein T-Shirt mit der Aufschrift „2024 Trump-Vance" und eine rote Trump-Mütze mit der Aufschrift „Make America Great Again", was sowohl Lob von Trump als auch Kritik von Umweltschützern einbrachte. Toyota hatte zuvor erfolgreich den Kongress und das Weiße Haus dazu bewogen, die Emissionsvorschriften und andere Anforderungen an Elektrofahrzeuge in Kalifornien zu lockern, sieht sich jedoch aufgrund der von der US-Regierung verhängten Zölle mit steigenden Kosten konfrontiert.










