de.wedoany.com-Bericht: Die Ankündigung der britischen Regierung, einige Straßenbauprojekte zu streichen, um Mittel für Verteidigungsausgaben freizusetzen, ist ein weiterer Schlag für die ohnehin angeschlagenen Bauunternehmen. Der S&P Global UK Construction Purchasing Managers‘ Index lag im Juni bei 38,4, ein leichter Anstieg gegenüber dem im Mai verzeichneten Sechsjahrestief von 38,2, aber immer noch weit unter der Wachstumsschwelle von 50,0. Seit Januar 2025 ist die Bauproduktion monatlich gesunken, wobei der Rückgang im Juni der zweitschnellste seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie war.
In den Unterkategorien schnitt der Gewerbebau mit einem Index von 41,5 im Juni relativ gut ab – die einzige Kategorie, deren Rückgang im Vergleich zum Vormonat geringer ausfiel. Der Wohnungsbauindex fiel auf 35,9 und verzeichnete den stärksten Rückgang seit 2026; der Tiefbauaktivitätsindex sank auf 22,1, den niedrigsten Stand seit April 2020.
Die Unternehmen berichteten allgemein von Gegenwind durch schwache Wohnungsverkäufe, hohe Zinsen, angespannte Finanzen der Verbraucher und reduzierte Investitionspläne der Unternehmen. Einige Firmen verwiesen zudem auf Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten und weniger Ausschreibungen des öffentlichen Sektors, während der Energiemarkt als einer der wenigen positiven Bereiche genannt wurde. Der Rückgang der Neubestellungen war der geringste seit März.
Der Druck auf die Lieferkette ließ nach, die Verlängerung der Lieferzeiten der Zulieferer war die geringste seit März. Auch die Inflation der Vorleistungspreise ging von dem im Mai erreichten Vierjahreshoch zurück.
Die Zuversicht erholte sich: 38 % der Bauunternehmen erwarten ein Wachstum der Geschäftstätigkeit im kommenden Jahr, doppelt so viele wie die 19 %, die einen Rückgang erwarten. Die Branchenstimmung verbesserte sich deutlich gegenüber dem im Mai verzeichneten Sechsmonatstief. Tim Moore, Wirtschaftsdirektor bei S&P Global Market Intelligence, erklärte, dass das Vertrauensniveau zwar immer noch weit unter dem langfristigen Durchschnitt der Umfrage liege, viele Befragte jedoch von neuen Auftragsvergaben und der Erwartung einer Verbesserung der allgemeinen Marktbedingungen berichteten, die den Optimismus stützten – diese Erwartungen stünden oft im Zusammenhang mit bevorstehenden Projekten des öffentlichen Sektors, höheren Infrastrukturausgaben und der Wiederaufnahme verzögerter Projekte.










