de.wedoany.com-Bericht: Belgiens stellvertretender Premierminister und Außenminister Maxime Prévot besuchte Ende Juni 2026 die Philippinen und hielt in Pasay City, Manila, gemeinsam mit der philippinischen Außenministerin Ma. Theresa Lazaro eine Pressekonferenz. Prévot erklärte, Belgien wolle die Beziehungen zu den Philippinen in den Bereichen See, Baggerarbeiten, Sicherheit und Energie stärken und neue Kooperationsmöglichkeiten erkunden.
Prévot bezeichnete die Philippinen als „gleichgesinnten Partner", da beide Länder sich für die Wahrung des Völkerrechts, offene Märkte, Multilateralismus und eine regelbasierte internationale Ordnung einsetzten. Angesichts der derzeitigen komplexen internationalen Lage sei es besonders wichtig, die Verbindungen zu Partnern zu stärken. Er betonte, Belgien sei bereit, den Philippinen „hochmoderne Fachkenntnisse" im Bereich der erneuerbaren Meeresenergien, insbesondere der Offshore-Windenergie, zur Verfügung zu stellen.

Im Bereich der maritimen Zusammenarbeit hob Prévot insbesondere das große Kooperationspotenzial in den Bereichen maritime Bildung und Ausbildung, Hafenentwicklung, Logistik, Baggerarbeiten, Küstenschutz, maritime Sicherheit und Wohlfahrt der Seeleute hervor. Der Besuch ziele darauf ab, den gemeinsamen Aktionsplan Philippinen-Belgien 2023-2027 vollständig umzusetzen, und identifizierte neue potenzielle Kooperationsbereiche wie See, Recht, polizeiliche Zusammenarbeit, Kreativwirtschaft, Wissenschaft und Technologie sowie Handel und Investitionen.
Diese hochrangige Interaktion ist eine wichtige Maßnahme zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen im Rahmen des 80. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern. Belgien war 2025 der 30. größte Handelspartner der Philippinen mit einem bilateralen Handelsvolumen von 480,14 Millionen US-Dollar, und über 18.000 Filipinos leben in Belgien. Prévot erklärte zudem, Belgien werde sich für eine möglichst baldige Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen den Philippinen und der EU einsetzen. Der Besuch markiert eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in den Bereichen Baggerarbeiten, Schifffahrt und blaue Wirtschaft und schafft günstige Bedingungen für belgische Baggerunternehmen, um den südostasiatischen Markt zu erschließen.










