HD Hyundai aus Südkorea und UBC aus Kanada kooperieren bei der Entwicklung von KI-gestützter autonomer Navigation und zukünftigen Marineschiffen
2026-07-07 15:58
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de.wedoany.com-Bericht: Die südkoreanische HD Hyundai Group und die University of British Columbia (UBC) aus Kanada haben kürzlich eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Beide Seiten werden sich auf fortschrittliche Digitaltechnologien, Künstliche Intelligenz für autonome Schiffsnavigationssysteme sowie Strukturen für eine neue Generation von Marineschiffen konzentrieren, um gemeinsam Forschung voranzutreiben.

An der Unterzeichnungszeremonie nahmen unter anderem Jang Gwang-pil, Leiter des Future Technology Research Institute von HD Korea Shipbuilding & Offshore Engineering, James Olson, Dekan der Fakultät für Angewandte Wissenschaften der UBC, Mark MacLachlan, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Orlando Rojas, Chief Scientific Officer des Bio-Produktinstituts, sowie Jang Young-jae, stellvertretender Generalkonsul des südkoreanischen Generalkonsulats in Vancouver, teil.

Analysten der südkoreanischen Industrie wiesen darauf hin, dass dieser Schritt nicht nur eine gewöhnliche Kooperation zwischen Industrie, Hochschule und Forschung sei, sondern vielmehr als eine entscheidende strategische Maßnahme der HD Hyundai Group angesehen werde, um sich einen Vorteil im zukünftigen globalen Schiffbau- und Verteidigungsmarkt zu sichern.

Gemäß dem Inhalt der Vereinbarung werden beide Seiten in mehreren zukunftsweisenden Bereichen forschen und entwickeln, darunter: fortschrittliches digitales und KI-gestütztes Schiffsdesign, Simulationstechnologien auf Basis digitaler Zwillinge (Digital Twin) sowie autonome Navigationssysteme. Gleichzeitig erstreckt sich die Zusammenarbeit auch auf den Bereich der Kernausrüstung für zukünftige Seekriegsführung, einschließlich der Entwicklung einer neuen Generation von Zerstörern, unbemannten Schiffen und U-Booten. Im Bereich der Materialien planen beide Seiten, umweltfreundliche fortschrittliche Materialien für Marineschiffe und Handelsschiffe zu entwickeln, um den Aufbau eines nachhaltigen marinen Ökosystems zu unterstützen.

Jang Gwang-pil erklärte, dass das Unternehmen auf der Grundlage seiner führenden Schiffbautechnologie eine Partnerschaft mit der University of British Columbia eingegangen sei, um die „One Team“-Strategie der südkoreanischen Verteidigungsindustrie umzusetzen. Auf dieser Basis werde man in Zukunft die Breite der Zusammenarbeit mit Kanada bei der Entwicklung fortschrittlicher Marineschiffe weiter ausbauen.

Derzeit treibt Kanada sein U-Boot-Erneuerungsprogramm voran, und der Modernisierungsbedarf der Marine in Nordamerika wächst. Die HD Hyundai Group führt gleichzeitig technologische Kooperationen, industrielle Zusammenarbeit und Regierungskommunikation durch, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit südkoreanischer Werften im Rüstungs- und High-End-Schiffsmarkt zu stärken. Berichten zufolge plant die kanadische Regierung, die vier aus Großbritannien importierten U-Boote der „Victoria“-Klasse durch neue U-Boote zu ersetzen. Das gesamte Projekt für Design, Bau und lebenszyklusumfassende Wartung von 12 U-Booten hat einen Wert von 60 Billionen südkoreanischen Won (etwa 45 Milliarden US-Dollar). Davon entfallen voraussichtlich ein Drittel bis die Hälfte der Gesamtinvestitionen auf die Baukosten, die mindestens 15 Milliarden US-Dollar (etwa 108 Milliarden Yuan) betragen. Derzeit konkurriert die HD Hyundai Heavy Industries gemeinsam mit Hanwha Ocean mit mehreren Ländern um U-Boot-Exportaufträge aus Kanada, Polen und anderen Ländern.

Als eine der führenden öffentlichen Forschungsuniversitäten Kanadas verfügt die University of British Columbia über starke wissenschaftliche Forschungskapazitäten in den Bereichen autonome Schiffsnavigation und digitaler Schiffbau. Ihre Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf grundlegende Technologien und Anwendungen wie Meeresrobotik, KI-Wahrnehmungsalgorithmen und Optimierung der numerischen Strömungsmechanik (CFD). Im Bereich KI-gesteuerter autonomer Schiffsnavigationssysteme erforscht das Meeresrobotiklabor der Universität zusammen mit der Fakultät für Maschinenbau schwerpunktmäßig computerseh- und deep-learning-basierte Pfadplanung, Kollisionsvermeidungsalgorithmen und Multi-Agenten-Kooperationssteuerung für unbemannte Überwasserfahrzeuge (USV). Im Bereich Digitaltechnologie und Strukturoptimierung nutzen sie Hochleistungsrechnen (HPC) und KI-Ersatzmodelle, um die topologische Optimierung von Schiffsstrukturen zu beschleunigen. Durch maschinelles Lernen ersetzen sie zeitaufwändige CFD-Simulationen, um schnell den Strömungswiderstand und die Festigkeit verschiedener Rumpfstrukturen zu bewerten und so die Entwicklung einer neuen Generation umweltfreundlicher Schiffe zu unterstützen. Im Bereich interdisziplinärer Kooperationsplattformen haben die Abteilungen Wood Science und Civil Engineering Erfahrungen im Bereich der Leichtbauweise mit Verbundwerkstoffen gesammelt, die indirekt der Erforschung neuer Strukturmaterialien für Marineschiffe dienen, wobei der Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeit und Haltbarkeit der Materialien liegt.

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