ExxonMobil erwartet für das zweite Quartal einen Anstieg des Gewinns im Upstream-Bereich um 35 bis 39 Milliarden US-Dollar
2026-07-08 11:21
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de.wedoany.com-Bericht: Der US-amerikanische Öl- und Gasriese Exxon Mobil Corporation (NYSE:XOM) hat am 7. Juli 2026 eine Gewinnprognose für das zweite Quartal veröffentlicht. Getrieben durch einen deutlichen Anstieg der internationalen Ölpreise wird der Quartalsgewinn voraussichtlich um fast 40 Milliarden US-Dollar gegenüber dem ersten Quartal steigen. Das Unternehmen wird am 31. Juli seinen vollständigen Geschäftsbericht vorlegen.

ExxonMobil mit Hauptsitz in Springs, Texas, USA, ist eines der größten börsennotierten Ölunternehmen der Welt. In der Prognose gab das Unternehmen an, dass der starke Anstieg des Rohölmarktes einen Gewinnzuwachs von 37 Milliarden US-Dollar brachte, während die Raffinerie- und Chemiesparte weitere 33 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Erträgen beisteuerte. Laut dem von LSEG zusammengestellten Analystenkonsens wird der bereinigte Gewinn von ExxonMobil im Quartal voraussichtlich 157 Milliarden US-Dollar erreichen, etwa das Dreifache des ersten Quartals.

Nach Geschäftsbereichen betrachtet profitierte das Upstream-Geschäft am stärksten. Das Unternehmen erwartet für das zweite Quartal einen Anstieg der Erträge im Upstream-Bereich um 35 bis 39 Milliarden US-Dollar. Am oberen Ende der Spanne gerechnet würden die Upstream-Erträge im zweiten Quartal 96 Milliarden US-Dollar erreichen, den höchsten Stand seit September 2022. Der Referenzpreis für Brent-Rohöl lag im Zeitraum April bis Juni bei durchschnittlich 93,58 US-Dollar pro Barrel, ein Anstieg von 4,8 % gegenüber dem Vorquartal; im April stieg Brent-Rohöl zwischenzeitlich auf 109,27 US-Dollar pro Barrel, das erste Mal seit 2022.

Im Raffineriegeschäft erwartet das Unternehmen, dass die Raffineriemargen im zweiten Quartal einen Gewinnzuwachs von etwa 22 Milliarden US-Dollar bringen, während die Margen im Chemiegeschäft rund 11 Milliarden US-Dollar beisteuern. Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass Derivatepositionen im Zusammenhang mit physischen Warenlieferungen voraussichtlich einen Gewinn von etwa 26 Milliarden US-Dollar einbringen werden. ExxonMobil hatte im ersten Quartal Milliardenverluste durch Finanzabsicherungen erlitten; das Unternehmen gab damals an, dass diese Positionen in den folgenden Quartalen schrittweise aufgelöst und in Gewinne umgewandelt würden.

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Allerdings wurden diese positiven Faktoren teilweise durch Verluste von rund 12 Milliarden US-Dollar aufgrund von Produktionsunterbrechungen im Nahen Osten ausgeglichen. Seit dem Ausbruch des US-iranischen Konflikts Ende Februar ist die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, die etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports abwickelt, behindert. Das Unternehmen schätzt, dass die kriegsbedingten Betriebsunterbrechungen im Upstream- und Downstream-Bereich zu Gewinneinbußen von rund 10 Milliarden US-Dollar führen werden.

ExxonMobil ist nach Shell der zweite Ölkonzern, der eine Quartalsgewinnprognose veröffentlicht hat. Analysten erwarten, dass der Nettogewinn von Chevron im zweiten Quartal ebenfalls nahe 100 Milliarden US-Dollar liegen wird, mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem ersten Quartal. Allerdings sind die internationalen Ölpreise seit ihrem Höchststand von 125 US-Dollar pro Barrel Ende April bereits um rund 40 % gefallen. US-Präsident Trump hat öffentlich Druck auf die Ölkonzerne ausgeübt, mehr Maßnahmen zur Senkung der Kraftstoffpreise zu ergreifen. Die Aktie des Unternehmens stieg am Tag um etwa 4 %.

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