de.wedoany.com-Bericht: Deutschlands Industrie- und Logistikimmobilien- sowie Gewerbeflächenberatungsunternehmen REALOGIS Unternehmensgruppe setzte die starke Performance des ersten Quartals fort. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete der Berliner Logistik- und Industrieimmobilienmarkt einen Flächenumsatz von 211.000 m². Davon entfielen 192.500 m² (91 %) auf Lagerflächen, 13.300 m² (7 %) auf Büroflächen und 5.200 m² (2 %) auf Zwischengeschossflächen.

Die angemietete Lagerfläche stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33.500 m², ein Zuwachs von 21 %. Obwohl sie immer noch 31 % unter dem aktuellen Fünfjahresdurchschnitt von 277.180 m² liegt, hat sich die Lücke im Vergleich zu 46 % im ersten Halbjahr 2025 deutlich verringert.
Die fünf größten Anmietungen wurden von JD Logistics (41.430 m²), ASML (27.000 m²), acut fulfillment (11.520 m²), Capital Baustoffe (11.400 m²) und FST Industrie (11.200 m²) getätigt und machten zusammen 49 % des Berliner Miet- und Eigennutzermarktes aus.
Alexander Ego, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien Berlin GmbH, erklärte, dass der Flächenumsatz der letzten sechs Monate maßgeblich von wenigen großen Transaktionen getrieben wurde, wobei insbesondere Eigennutzer einen außergewöhnlich starken Beitrag leisteten. Gleichzeitig bleibe die Nachfrage nach modernen Gewerbeparks hoch, doch in begehrten Lagen fehle es oft an ausreichend geeigneten Flächen.
Bei den Mieten blieb die Höchstmiete im ersten Halbjahr 2026 unverändert bei 10,50 €/m² und beendete damit vorerst den seit 2016 verzeichneten Aufwärtstrend. Trotz der Seitwärtsbewegung liegt sie weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau, 10 % über dem aktuellen Fünfjahresdurchschnitt von 9,55 €/m². Auch die Durchschnittsmiete blieb mit 8,10 €/m² auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Eine ähnliche Entwicklung gab es zuletzt im ersten Halbjahr 2019. Der aktuelle Fünfjahresdurchschnitt von 7,60 €/m² wird weiterhin um 7 % übertroffen.
Nach Gebäudetypen entfielen auf Anmietungen in Bestandsimmobilien 110.400 m², das entspricht 52 % des Gesamtumsatzes. Die Anmietungen von acut fulfillment (11.520 m²), Capital Baustoffe (11.400 m²) und FST Industrie (11.200 m²) trugen maßgeblich zu diesem Ergebnis bei und machten zusammen 31 % dieser Kategorie aus. Anmietungen in Neubauten auf ehemaligen Brachflächen erreichten 91.200 m², was 43 % des Gesamtvolumens entspricht. Drei Viertel davon entfielen auf die beiden größten Anmietungen des ersten Halbjahres: 41.430 m² von JD Logistics im ersten Quartal und 27.000 m² von ASML im zweiten Quartal. Neubauten auf Grünflächen machten 9.400 m² (5 %) aus. Große Lagerhäuser waren mit 143.900 m² (68 %) deutlich führend. Es folgten sonstige Immobilien, die weder große Lagerhäuser noch Gewerbeparks sind, mit 34.100 m² (16 %). Gewerbeparks verzeichneten einen Flächenumsatz von 33.000 m². Im ersten Halbjahr entfielen 166.600 m² (79 %) des Umsatzes auf Anmietungen. Eigennutzer steuerten 44.400 m² (21 %) bei.
Regional betrachtet war das Berliner Stadtgebiet mit 93.500 m² (44 %) das Gebiet mit dem höchsten Flächenumsatz. Die Schwerpunkttransaktionen von ASML im Süden der Stadt und FST Industrie im Westen Berlins summierten sich auf 38.200 m², was 41 % des Umsatzes im Stadtgebiet ausmacht. Innerhalb des Stadtgebiets lag Berlin-Süd mit 47.900 m² (51 %) vorn, gefolgt von Berlin-West mit 22.600 m² (24 %) auf Platz zwei, Berlin-Nord mit 14.400 m² (16 %) und Berlin-Ost mit 8.600 m² (9 %). Das Umland von Berlin-Süd belegte mit 87.800 m² (42 %) den zweiten Platz. Das Umland von Berlin-West folgte mit 15.300 m² (7 %) auf Platz drei, knapp vor dem Umland von Berlin-Nord mit 14.400 m². Im Umland von Berlin-Ost wurde im ersten Halbjahr 2026 kein Flächenumsatz verzeichnet.
Nach Branchenverteilung lag der Bereich Logistik/Distribution mit 78.100 m² (37 %) an der Spitze. Die Anmietungen von JD Logistics (41.430 m²) und acut fulfillment (11.520 m²) machten zusammen 68 % des Branchenumsatzes aus. Der Einzel-/Großhandel folgte mit 56.900 m² (27 %). Innerhalb des Einzelhandels war die Verteilung nahezu ausgeglichen. Der E-Commerce machte 26.500 m² (47 %) aus, während in diesem Teilsegment im ersten Halbjahr 2025 keine Anmietungen verzeichnet wurden. Der traditionelle Einzelhandel entfiel auf 30.400 m² (53 %) des Einzelhandelsumsatzes. Capital Baustoffe trug mit 11.400 m² (38 %) maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Das verarbeitende Gewerbe belegte mit 51.000 m² (24 %) den dritten Platz. Die beiden Schwerpunkttransaktionen von ASML und FST Industrie summierten sich auf 38.200 m², was 75 % des Branchenumsatzes ausmacht. Die Kategorie Versorgung/Sonstige belief sich auf 25.000 m² (12 %).
Große Einheiten über 10.001 m² blieben mit 102.550 m² marktbestimmend. Dies bedeutet, dass 49 % des Flächenumsatzes im Berliner Marktgebiet auf diese Größenklasse entfielen. Dieses Volumen wurde vollständig durch die fünf größten Anmietungen des ersten Halbjahres generiert. Mittelgroße Einheiten zwischen 3.001 und 5.000 m² belegten mit 37.700 m² (18 %) den zweiten Platz. Es folgten Einheiten zwischen 5.001 und 10.000 m² mit 33.400 m² (16 %). Kleine Einheiten zwischen 1.000 und 3.000 m² summierten sich auf 30.400 m² (14 %). Kleine Einheiten unter 1.000 m² spielten mit nur 6.950 m² (3 %) eine untergeordnete Rolle.
Die Schlüsseldaten zeigen für das erste Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von 211.000 m² im Berliner Logistik- und Industrieimmobilienmarkt, eine Höchstmiete von 10,50 €/m² und eine Durchschnittsmiete von 8,10 €/m². Der Flächenumsatz in Bestandsimmobilien betrug 110.400 m², in Brachflächen-Neubauten 91.200 m² und in Grünflächen-Neubauten 9.400 m². Der Mieterumsatz belief sich auf 166.600 m², der der Eigennutzer auf 44.400 m².










