de.wedoany.com-Bericht: Deutschland EOS und der französische Aluminiumlegierungsentwickler Constellium haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um das Aluminium-Produktportfolio für die additive Fertigung zu erweitern. Im Rahmen der Vereinbarung nimmt EOS die Legierung Aheadd CP1 von Constellium in sein Produktportfolio auf, vertreibt sie unter dem Namen EOS Aluminium Constellium CP1 und benennt seine bisherige Legierung EOS Aluminium Al5X1 in EOS Aluminium Constellium Al5X1 um, während diese Legierung gleichzeitig in das Aluminium-Produktportfolio von Constellium aufgenommen wird.

Beide Seiten betonen, dass die Zusammenarbeit nicht auf diese beiden Materialien beschränkt sei, sondern auch die Grundlage für die gemeinsame Entwicklung weiterer Aluminiumlegierungen schaffe, die für die additive Fertigung geeignet sind. EOS weist darauf hin, dass die Vereinbarung es den Kunden seiner EOS- und AMCM-Metallsysteme ermögliche, validierte Legierungen mit klaren Prozessparametern zu nutzen, was die Zertifizierungsgeschwindigkeit für die industrielle Serienproduktion beschleunige.
„Mit EOS Aluminium Constellium CP1, EOS Aluminium Constellium Al5X1 und unserer Zusammenarbeit mit Constellium setzen wir neue Maßstäbe für Aluminium in der additiven Fertigung“, sagt Joachim Zettler, Chief Technology Officer von EOS. „Gemeinsam ermöglichen wir unseren Kunden höhere Leistung, höhere Produktionseffizienz und eine schnellere industrielle Anwendung.“
EOS Aluminium Constellium CP1 soll ab August 2026 von EOS ausgeliefert werden. Das Unternehmen berichtet, dass die Legierung im Vergleich zu herkömmlichen Aluminiumlegierungen eine höhere Festigkeit und gute Dehnung aufweist, während die Wärmebehandlung vereinfacht wird und kein Abschrecken erforderlich ist. EOS gibt an, dass CP1 zudem eine gute thermische Stabilität, Korrosionsbeständigkeit sowie elektrische und thermische Leitfähigkeit besitzt und keine flüchtigen Elemente wie Magnesium oder Zink enthält, was eine stabile Verarbeitung bei hoher Laserleistung begünstigt. Die Legierung ist leicht eloxierbar und für die elektrochemische Politur geeignet.
EOS nennt Wärmetauscher, Halbleiterkomponenten (wie Kühlkörper und Wafer), Teile, die korrosiven Umgebungen ausgesetzt sind, sowie Leichtbaustrukturen als typische Anwendungen für CP1. Das Unternehmen behauptet zudem, dass die Legierung aufgrund ihrer verbesserten Verarbeitungseigenschaften eine kosteneffiziente und leistungsstarke Alternative für viele bestehende AlSi10Mg-Anwendungen darstellt.
EOS Aluminium Constellium Al5X1 behält seine Positionierung als hochfeste, dehnbare und eloxierbare Legierung bei, die für die Luft- und Raumfahrt, den Transport und den Rennsport geeignet ist.
„Diese Partnerschaft ist eine einzigartige Gelegenheit, die nächste Generation von Aluminiumlegierungen in großem Maßstab in die industrielle additive Fertigung einzuführen“, sagt Ludovic Piquier, Senior Vice President Manufacturing Excellence und Chief Technology Officer von Constellium. „Durch die Kombination der Legierungsentwicklungskompetenz von Constellium mit der Führungsposition von EOS in der additiven Fertigung wollen wir Innovationen beschleunigen und unseren Kunden weltweit neue Hochleistungsanwendungen erschließen.“










