de.wedoany.com-Bericht: Die Chilenische Bergbaukammer (Cámara Minera de Chile) und das angolanische Unternehmen ASAP TP – Projectos, Comércio e Serviços LDA (kurz ASAP TP) haben ein bilaterales Kooperationsabkommen unterzeichnet, das darauf abzielt, die wirtschaftlichen und technologischen Beziehungen zwischen beiden Ländern im Bergbausektor auszubauen und Chiles Erfahrungen im Bereich Kupfer, Lithium und Nachhaltigkeit zu exportieren.
Das Abkommen wurde vor dem Hintergrund günstiger Rahmenbedingungen für ausländische Privatinvestitionen in Angola unterzeichnet. Angola hat mit dem „Privatinvestitionsgesetz Nr. 10/18“ (Ley de Inversión Privada N° 10/18) und dem „Bergbaugesetzbuch“ (Código de Minas) rechtliche Grundlagen geschaffen, die ausländischen Investoren Sicherheit und Rechte garantieren. Die Kooperationsplattform zielt darauf ab, Investitionen, Technologietransfer, Ausbildung und technische Beratung zwischen beiden Ländern zu fördern.
Manuel Viera, Präsident der Chilenischen Bergbaukammer, erklärte, dass diese Ziele durch gemeinsame Aktivitäten wie Investitionen, Beratung, Technologietransfer, Schulungen und die Förderung bilateraler Beziehungen erreicht werden sollen, was den Mitgliedern beider Seiten und der nachhaltigen Entwicklung des Bergbausektors in beiden Ländern zugutekomme. Er betonte, dass Angola eine Chance für Chile biete, seine Bergbauerfahrung zu exportieren und eine regionale Geschäftsplattform aufzubauen. Zu den geplanten Maßnahmen gehört die Organisation einer Geschäftsreise nach Angola. Chile könne Hilfe bei der Ausbildung und der Entwicklung öffentlicher Politiken leisten, und es werde erwogen, das Modell der chilenischen Staatsbergbaugesellschaft (Enami) zu übernehmen, um den Bergbau zu regulieren und illegale oder informelle Abbaupraktiken zu verhindern. Diese Erfahrungen seien bereits mit Ecuador, Peru und Mexiko geteilt worden und könnten auch in Angola Anwendung finden.
Jorge Molina, Direktor von ASAP TP, wies darauf hin, dass Chile aufgrund seiner Erfahrung, Stabilität und technologischen Entwicklung als globaler Maßstab im Bergbau gelte. Die sprachliche Ähnlichkeit zwischen Spanisch und Portugiesisch erleichtere die Zusammenarbeit. Angola könnte ein vielversprechendes Ziel für chilenische Fachkräfte, insbesondere Bergbauingenieure, sein, die hier Chancen fänden und eine Art nicht-traditionellen Export darstellten. Molina fügte hinzu, dass Angola daran arbeite, seine diplomatischen Beziehungen zu stärken. Derzeit unterhalte Chile einen Honorarkonsul in Angola, der von Südafrika aus mitbetreut werde, doch strebe Chile die Einrichtung eines hauptamtlichen Konsulats und letztlich einer Botschaft in Angola an.
Hinsichtlich der Investitionsbedingungen befinde sich Angola derzeit in einer Phase, die der Chiles in den 1990er Jahren ähnele, mit geringer Bergbauerfahrung und schwacher Infrastruktur der Zulieferer. Die Wirtschaft sei stark von Erdöl und Diamanten abhängig, strebe jedoch nach Diversifizierung. Das Land benötige qualifizierte Fachkräfte, technisches Know-how und Managementfähigkeiten im Bergbau. Molina betonte, dass Wissenstransfer und Unterstützung bei öffentlichen Politiken die vorrangigen Ziele des Abkommens seien, ergänzt durch die Nutzung erfahrener Fachkräfte zur Erschließung des angolanischen Bergbaus, um Fehler zu vermeiden, die andere Länder gemacht hätten.
Angola habe die Investitionsverfahren erheblich vereinfacht, darunter eine unkomplizierte Unternehmensgründung, eine Beratungsplattform für Investoren sowie steuerliche Anreize. Für komplexe Projekte betrage der Steuersatz nur 5 %, um die Kapitalrückgewinnung bei risikoreichen Technologieprojekten zu unterstützen. Molina erklärte, das Ziel sei es, Ressourcen, die zuvor aufgrund zu hoher Kosten nicht abbaubar waren, wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Manuel Viera bekräftigte, dass die internationale Zusammenarbeit und die Förderung einer nachhaltigen sozioökonomischen Entwicklung in der DNA der Chilenischen Bergbaukammer verankert seien. Dies sei eine Gelegenheit, die Erfahrungen chilenischer Fachkräfte und Mitglieder sowie von Zulieferunternehmen mit Fachkenntnissen in der Mineralexploration und -gewinnung zu exportieren. Das Abkommen eröffne chilenischen Bergbaufachleuten, Zulieferern und Unternehmen Chancen in einem afrikanischen Markt mit Diversifizierungspotenzial.










