Das Chartered Institution of Building Services Engineers veröffentlicht aktualisierten Leitfaden zur Bewertung des Überhitzungsrisikos in Wohngebäuden
2026-07-08 17:10
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de.wedoany.com-Bericht: Das Chartered Institution of Building Services Engineers (CIBSE) hat gemeinsam mit Arup und der Loughborough University den aktualisierten Leitfaden CIBSE TM59 „Bewertung des Überhitzungsrisikos in Wohngebäuden" veröffentlicht.

Laut CIBSE handelt es sich bei dem Leitfaden um eine Methodik für die Planungsphase, die der Branche überarbeitete Richtlinien zur Bewertung und Minderung des Überhitzungsrisikos in Neubauten und bei der Sanierung von Wohngebäuden bieten soll. Die aktualisierte Veröffentlichung wird im Teil O der Bauordnung zitiert und gilt weithin als zentrale Branchenressource zur Bewertung des Überhitzungsrisikos in Wohngebäuden. Sie spiegelt die neuesten Forschungsergebnisse, Branchenerfahrungen und ein vertieftes Verständnis darüber wider, wie Wohngebäude angesichts der Erderwärmung komfortabel und anpassungsfähig gestaltet werden können.

Auf der Grundlage praktischer Anwendungen und akademischer Forschung stärkt die überarbeitete Fassung die Methodik zur Bewertung des Überhitzungsrisikos und unterstützt die Bereitstellung anpassungsfähiger, energieeffizienter und zukunftssicherer Wohngebäude. Die Veröffentlichung enthält aktualisierte Methoden zur Bewertung der Überhitzung in Schlafzimmern, die auf aktuellen Forschungen der Loughborough University basieren, sowie überarbeitete Modellierungsrichtlinien für Deckenventilatoren als wirksame, energiearme Maßnahme zur Steigerung des Wohnkomforts. Die Entwicklung des aktualisierten Leitfadens profitierte zudem von branchenweiten Tests und Anwendungen in realen Projekten.

Eine wesentliche Neuerung der aktualisierten Fassung ist die Anforderung, dass alle Wohngebäude unter uneingeschränkten Bedingungen bewertet werden müssen, wobei zukünftige Wetterdateien zu verwenden sind, die das Klima der 2050er Jahre repräsentieren. Laut CIBSE legt diese Methode in der Entwicklungsphase einen stärkeren Schwerpunkt auf passive Planungsmaßnahmen und hilft Planern, Gebäude zu schaffen, die ohne den Einsatz energieintensiver Kühlsysteme komfortable Innenraumbedingungen aufrechterhalten können. Die Veröffentlichung ist für mehrere Bereiche und Disziplinen relevant, darunter Wohngebäudeplanung, natürliche Belüftung, Gebäudeleistung, Nachhaltigkeit, Sanierung und Renovierung, Klimaresilienz sowie staatliche Politik.

Der Leitfaden wurde von Susie Diamond (Inkling), Becci Taylor (Arup-Direktorin und Leiterin des Bereichs Wohnimmobilien in Großbritannien) sowie Antonietta Canta (Arup-Associate Director) verfasst, mit Professor Kevin Lomas von der Loughborough University als leitendem Herausgeber. Ahmed Hegazi, Leiter des Bereichs Wissen und Digitales bei CIBSE, wies darauf hin, dass Überhitzung für britische Haushalte bereits Realität sei und die gebaute Umwelt eine autoritative, evidenzbasierte Anleitung benötige. Diese Überarbeitung, die auf strenger Forschung, zehnjähriger Praxiserfahrung sowie Erkenntnissen über die Entwicklung von Vorschriften und Planungspraktiken basiere, biete der Branche und politischen Entscheidungsträgern eine solide Grundlage.

CIBSE

Becci Taylor ergänzte, dass es bei der erstmaligen Erstellung von CIBSE TM59 an einer einheitlichen Methodik gemangelt habe; diese aktualisierte Fassung baue auf jahrelanger praktischer Anwendung, neuen Forschungsergebnissen und Branchenerkenntnissen auf. Antonietta Canta erklärte, die aktualisierte Fassung spiegele ein vertieftes Verständnis der Gebäudeleistung angesichts der Erderwärmung wider und biete eine standardisierte Bewertungsmethode zur Schaffung komfortabler und zukunftssicherer Wohngebäude. Professor Kevin Lomas sagte, die neue Fassung biete eine Blaupause für die Bewertung des Überhitzungsrisikos in Neubauten und bei umfassenden Sanierungen von Wohngebäuden. Die Überarbeitung erfolgte im Kontext des Teils O der Bauordnung und integrierte aktuelle Forschungsergebnisse. Die neuen Standards definieren die Bedingungen für Überhitzung in Schlafzimmern während des Schlafs und führen Deckenventilatoren als wirksames passives Kühlmittel ein. Allein durch passive Maßnahmen könnten britische Wohngebäude bis in die 2050er Jahre hinein komfortabel bleiben.

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