de.wedoany.com-Bericht: Der Hafen Dünkirchen hat mit dem Bau eines zweiten Containerterminals begonnen. Ziel dieser Erweiterung ist es, die Containerumschlagskapazität mehr als zu verdoppeln. Das Projektbudget beträgt 303 Millionen Euro (346 Millionen US-Dollar).

Die Hafenbehörde Grand Port Maritime de Dunkerque hat den Auftrag für die Tiefbauarbeiten des Terminals an ein von Spie Batignolles geführtes Joint Venture vergeben. Zu den Arbeiten gehören der Bau einer 1000 Meter langen Tiefwasserkaimauer sowie eines 170 Meter langen Verbindungsabschnitts, mit einer Aushubtiefe von 17,5 Metern.
Nach Fertigstellung der neuen Anlage können dort gleichzeitig zwei Ultra-Großcontainerschiffe abgefertigt werden. Die gesamten Bauarbeiten werden voraussichtlich bis 2029 dauern.
Dieser Terminal ist das Kernprojekt des „CAP 2020“-Plans von Dünkirchen. Im Dezember 2024 genehmigte die Europäische Kommission eine französische Staatsbeihilfe in Höhe von 127 Millionen Euro für das Projekt, wodurch ein entscheidendes Finanzierungshindernis beseitigt wurde.
Dünkirchen strebt an, die Containerumschlagskapazität von derzeit 850.000 TEU am Terminal des Flandres auf rund 2 Millionen TEU zu steigern.
Vor dieser Erweiterung verzeichnete der nordfranzösische Hafen ein Rekordjahr. Im Jahr 2025 wurden am Terminal des Flandres 747.000 TEU umgeschlagen, was etwa 88 % seiner Kapazität entspricht. Dies stärkt die Argumente des Hafens für weitere Investitionen in die Infrastruktur, da einige Häfen in Nordeuropa weiterhin unter Staus und Kapazitätsengpässen leiden.
Dünkirchen gewinnt auch wieder an Bedeutung im Liniennetz. Anfang dieses Jahres erhielt der Hafen erneut den Anlauf der von CMA CGM betriebenen Fernost-Nordeuropa-FAL1-Dienste der Ocean Alliance.






