12 Millionen intelligente Stromzähler in Indien basieren auf HF-Mesh-Netzwerken
de.wedoany.com-Bericht: In Indien sind über 12 Millionen intelligente Stromzähler in Betrieb, die auf HF-Mesh-Netzwerken basieren, die die Wirepas NR+-Technologie nutzen. Dies entspricht etwa 20 % aller im Land installierten intelligenten Stromzähler und belegt die Machbarkeit dezentraler HF-Mesh-Netzwerke im großen Maßstab.
Die zentrale Herausforderung für indische Energieversorger bei der großflächigen Einführung intelligenter Stromzähler besteht darin, Millionen vernetzter Geräte in Regionen mit stark unterschiedlicher Bevölkerungsdichte, Infrastrukturqualität und physischer Umgebung zu installieren, ohne zuvor ein völlig neues Kommunikationsnetz aufbauen zu müssen. Dieses Problem betrifft nicht nur die intelligente Messtechnik, sondern auch alle zukünftigen Energie- und Netzinfrastrukturanlagen in Indien, die eine Anbindung benötigen.
Die Logik im traditionellen Unternehmensanbindungsbereich lautet: Infrastruktur zuerst – vor der Installation der Geräte werden Zugangspunkte, Gateways und Rückleitungen installiert. In kontrollierten Umgebungen ist dieses Modell praktikabel, aber bei einer landesweiten Einführung intelligenter Stromzähler mit dichten städtischen Wohnanlagen, alten Wohngebieten, Industriegebieten und abgelegenen ländlichen Netzen wird diese Logik zu einer ernsthaften Einschränkung. Die Vorinstallation von Gateway-Infrastruktur an Millionen von Standorten des indischen Übertragungs- und Verteilnetzes ist logistisch anspruchsvoll, kostspielig und zeitaufwändig und führt zudem zu Schwachstellen, die mit der Zeit zunehmen – jedes Gateway ist ein Wartungspunkt und ein potenzieller Ausfallpunkt.
Die Methode, die sich bei großflächigen Einführungen als am effektivsten erwiesen hat, kehrt diese Logik um. Dezentrale HF-Mesh-Netzwerke ermöglichen es den Stromzählern, selbst ein Netzwerk zu bilden, wobei jedes Gerät daran teilnimmt, Daten zu benachbarten Geräten und schließlich zum Frontend-System zu leiten. Die Abdeckung wird durch den Installationsort der Stromzähler bestimmt, nicht durch die Platzierung der Gateways. Mit zunehmender Installationsdichte verbessert sich die Netzwerkleistung, anstatt durch zusätzliche Last belastet zu werden.
Für Versorgungsunternehmen, die Hunderttausende von Stromzählern in einem Bundesstaat installieren, verändert dies die Wirtschaftlichkeit der Einführung. Das Netzwerk baut sich automatisch mit der Installation der Stromzähler auf. Orte, die mit der traditionellen Gateway-Architektur schwer zu erreichen sind, wie Kellerzählerräume, dichte mehrstöckige Gebäude oder geografisch verstreute ländliche Anschlusspunkte, können durch das Mesh-Netzwerk der umliegenden Geräte abgedeckt werden. In einer zentralisierten Architektur kann der Ausfall oder die Wartung eines Gateways eine große Anzahl von Stromzählern gleichzeitig betreffen, während in einem dezentralen HF-Mesh-Netzwerk jeder Stromzähler ein Knoten in einem selbstheilenden Netzwerk ist. Versorgungsunternehmen, die Millionen von Endpunkten verwalten, müssen nicht die betriebliche Komplexität der Verfolgung und Wartung einer separaten Gateway-Infrastrukturebene tragen.
Derzeit sind in Indien über 12 Millionen intelligente Stromzähler in HF-Mesh-Netzwerken auf Basis der Wirepas NR+-Technologie in Betrieb, die Umgebungen von dichten Ballungsräumen bis hin zu verstreuten ländlichen Anschlusspunkten abdecken. Diese Netzwerke wachsen organisch mit dem Fortschritt der Einführung. Die Auswirkungen gehen über die Messtechnik hinaus. Da die Verteilungsversorgungsunternehmen Transformatoren, Umspannwerke und dezentrale Energieerzeugungsanlagen an dasselbe Netzwerk anschließen, wird der infrastrukturell leichte Charakter der HF-Mesh-Anbindung noch wertvoller – eine neue Kategorie vernetzter Anlagen erfordert keinen Netzumbau oder die Installation neuer Gateway-Infrastruktur. Dach-Solaranlagen, Batteriespeichersysteme und Ladestationen für Elektrofahrzeuge werden an dasselbe Niederspannungsnetz angeschlossen, und die Versorgungsunternehmen benötigen Transparenz über all diese Anlagen.
Die Erfahrungen mit der intelligenten Messtechnik in Indien zeigen, dass der Weg vom Pilotprojekt zum landesweiten Maßstab von einer Anbindungslösung abhängt, die nach ihren eigenen Bedingungen konzipiert ist, bei der jedes neue Gerät das Netzwerk stärkt, anstatt seine Infrastrukturlast zu erhöhen. Für Versorgungsunternehmen und Energiebetreiber, die die nächste Phase der Netzintegration planen, ist diese Lektion ernst zu nehmen.
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