Bangladesch: BCIC schreibt im Juli 15.000 Tonnen Schwefel aus
2026-07-10 09:09
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de.wedoany.com-Bericht: Das staatliche Unternehmen Bangladesh Chemical Industries Corporation (BCIC) hat am 6. Juli eine Ausschreibung für den Kauf von 15.000 Tonnen Schwefel in Stück- und Bruchform veröffentlicht. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Rohstoffversorgung der Düngemittelindustrie des Landes sicherzustellen, um der durch den Konflikt in der Straße von Hormus verursachten globalen Verknappung des Schwefelangebots zu begegnen.

Die Angebotsfrist für diese Ausschreibung endet am 7. September. Die Ware muss innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung des Akkreditivs im Hafen von Chittagong eintreffen. Zuvor hatte die BCIC im April bereits eine Ausschreibung über die gleiche Menge von 15.000 Tonnen Schwefel durchgeführt, konnte damals jedoch keinen Zuschlag erteilen. Dies spiegelt die Tatsache wider, dass es für die Käufer äußerst schwierig geworden ist, Schwefel zu tragbaren Bedingungen aus der Golfregion zu beziehen.

Zu dem Zeitpunkt, an dem Bangladesch die Ausschreibung wieder aufnimmt, treiben die Schwefellieferanten aus der Golfregion die Preise auf Rekordniveau. Die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) setzte den Preis für Juli auf 950 US-Dollar pro Tonne (FOB, frei an Bord) fest, ein historischer Höchststand, der einem Anstieg von 145 US-Dollar gegenüber Juni entspricht. Die Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) und QatarEnergy haben in den letzten Wochen ihre offiziellen Verkaufspreise ebenfalls angehoben. Berichten zufolge sind die Schwefelimporte Südafrikas im ersten Halbjahr um 68 % zurückgegangen, da die Lieferungen aus dem Nahen Osten weiterhin knapp sind.

Schwefel ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Schwefelsäure, die für die Phosphatdüngerproduktion benötigt wird. Die staatlichen Phosphatdüngerfabriken in Bangladesch sind auf importierten Schwefel angewiesen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Fehlgeschlagene Ausschreibungen oder Verzögerungen könnten die inländische Produktion von Diammoniumphosphat (DAP) und Triple-Superphosphat (TSP) im nächsten Anbauzyklus des Landes zusätzlich unter Druck setzen.

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