de.wedoany.com-Bericht: Die erste schwimmende Ponton-LNG-Bunkerstation Chinas, „Haigangxing 01“, verzeichnet einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Im ersten Halbjahr 2026 belief sich die gesamte Abgabemenge auf 3.560 Tonnen, wobei 254 Schiffe bedient wurden. Dies entspricht einer monatlichen Durchschnittsabgabe von 600 Tonnen für 42 Schiffe – ein exponentielles Wachstum im Vergleich zu den nur wenigen hundert Tonnen im Vorjahr. Die Station liegt am Südufer des Baguazhou-Baota-Wasserwegs in Nanjing und wird von der Jiangsu Haier Ganghua Gas Co., Ltd. betrieben. Sie wurde im September 2013 in Betrieb genommen und ist derzeit die einzige schwimmende LNG-Bunkerstation in der Provinz Jiangsu.

Ma Jian, stellvertretender Generaldirektor der Jiangsu Haier Ganghua Gas Co., Ltd., erklärte, dass die LNG-Preise im ersten Halbjahr 2026 zwar hoch blieben, die Nachfrage nach Betankung jedoch nicht nachließ. Von 2013 bis 2024 betrug die kumulierte Abgabemenge der Station lediglich 6.460 Tonnen für 630 Schiffe, mit einer jährlichen Durchschnittsabgabe von 540 Tonnen. Im gesamten Jahr 2025 wurden 708 Tonnen abgegeben, während die Daten des ersten Halbjahres 2026 bereits das Vorjahresergebnis übertrafen. Der Haupttreiber des Wachstums sind politische Anreize: Im Jahr 2024 führte der Staat Subventionen für die Erneuerung alter Schiffe und den Bau neuer, mit neuen Energien betriebener Schiffe ein. Einzeltreibstoff-LNG-Schiffe erhalten höhere Subventionskoeffizienten, was die Baubereitschaft der Reeder deutlich steigerte. Seit Mai 2025 werden zahlreiche neu gebaute LNG-Schiffe in Dienst gestellt. Diese Schiffe sind in der Regel 130 Meter lang und verfügen über Tanks mit einem Fassungsvermögen von bis zu 80 Kubikmetern, weit mehr als die früheren kleinen Tanks mit 5 bis 20 Kubikmetern, was die Abgabemenge pro Betankung erheblich erhöht. Ma Jian prognostiziert, dass die Abgabemenge bis Ende 2028 weiter steigen wird.
Im Bereich der Sicherheitskontrolle erläuterte Zhou Wei, stellvertretender Leiter der Dachang-Schifffahrtsbehörde von Nanjing, die umfassenden Maßnahmen: Vor der Betankung werden die Qualifikationen des Personals und spezielle Betankungspläne streng geprüft; bei schlechtem Wetter ist die Betankung untersagt. Vor Ort erfolgt eine 24-Stunden-Überwachung durch Patrouillenboote, das VTS-Schiffsverkehrsmanagementsystem, flächendeckende CCTV-Überwachung und intelligente KI. Das Notfallsystem umfasst regelmäßige gemeinsame Übungen und die Bereitstellung von Rettungsmaterialien. Die Schifffahrtsbehörde von Nanjing beschleunigt die Einführung sauberer Energien wie LNG, Methanol, flüssigem Ammoniak und Landstrom und ersetzt alte, stark umweltbelastende Schiffe. Derzeit sind im Jangtse-Abschnitt von Nanjing bereits methanol-diesel-dualbetriebene Schiffe, reine Methanol-Elektroschiffe, mit flüssigem Ammoniak betriebene Schiffe und reine Elektro-Containerschiffe im Einsatz. Aufgrund der günstigen geografischen Lage werden Containerwechselstationen, Methanol-Bunkerstationen und Anlegestellen für flüssiges Ammoniak gebaut, um ein multimodales Netzwerk für die Betankung mit neuen Energien zu schaffen.

Zhou Wei wies darauf hin, dass die weit verbreitete Einführung von Schiffen mit neuen Energien neue Herausforderungen für die Schifffahrtsaufsicht mit sich bringt. Reine Elektroschiffe sind auf große Energiespeicherbatterien angewiesen, während mit flüssigem Ammoniak betriebene Schiffe sowohl Fracht- als auch Treibstoffeigenschaften aufweisen. Ihre Konstruktion und Risikopunkte unterscheiden sich von herkömmlichen Schiffen, sodass die Aufsichtsbehörden kontinuierlich lernen und die Standards aktualisieren müssen. Nanjing, ein wichtiger Knotenpunkt der Jangtse-Schifffahrt, beherbergt große Werften wie die Jinling-Werft. Hier wurden bereits tausend Tonnen schwere methanol-elektrische intelligente Schiffsflotten und das weltweit erste hochseetaugliche, mit Ammoniak betriebene Schiff für ihre Jungfernfahrten und Demonstrationsbetriebe eingesetzt. Mehrere grüne Containerlinien verkehren regelmäßig und bilden ein ökologisches Binnenwasserstraßen-Kohlenstofftransportsystem, das Schiffbau, Hafenbetankung und grüne Routen integriert. Im Vergleich zu herkömmlichem Schiffsdiesel kann LNG Schwefel- und Stickoxidemissionen drastisch reduzieren, den CO2-Ausstoß um über 20 % senken und den Motorverschleiß sowie die Wartungskosten verringern. Schiffe mit LNG-Antrieb können zudem von Vergünstigungen für grüne Schiffe in Häfen profitieren.
Im ersten Halbjahr 2026 führte die Schifffahrtsbehörde von Nanjing einen umfassenden Überwachungs- und Serviceplan für die LNG-Betankung als „eine Sache“ ein. Während der Hochwasser- und der heißen Jahreszeit mit starken Gewittern wurden die Unternehmen aufgefordert, 53 Risiken zu überprüfen und zu beheben, darunter 13 schwerwiegende Risiken, die alle behoben wurden. Die Behörde erstellte tägliche Risikobewertungslisten und führte eine präzise Einsatzplanung nach dem Prinzip „ein Schiff, eine Strategie“ für betankende Schiffe durch. In Spitzenzeiten wurden die Schifffahrtswege durch Patrouillenboote geregelt. Die Behörde unterstützte die Unternehmen aktiv bei der Verbesserung von Notfallplänen und der Durchführung von Sicherheitsschulungen für die Besatzung. Gleichzeitig wurden Sicherheitsbewertungen für Nachtbetankungen vorangetrieben, um die Umschlagseffizienz zu steigern.






