de.wedoany.com-Bericht: Die Uruguayische Hafenbehörde (ANP) hat das Baggerschiff vom Typ D9 „Alfredo Labadie“ wieder in Betrieb genommen, das seit Oktober 2023 außer Betrieb war. Es hat seine Baggerarbeiten im Hafen von Montevideo und den Zufahrtswegen wieder aufgenommen.

Diese Wiederinbetriebnahme ist eine der Maßnahmen der ANP zur Stärkung der Baggerkapazität Uruguays. Zu diesem Zweck genehmigte die Behörde ein Investitionsbudget von rund 115 Millionen US-Dollar für den Zeitraum 2025–2029, von denen fast 63 Millionen US-Dollar für nationale Baggerprojekte vorgesehen sind. Nach Angaben der Behörde ist dieser Betrag doppelt so hoch wie der in der vorherigen Regierungsperiode ausgegebene Betrag.
Laut dem im Dezember 2025 veröffentlichten „Vorläufigen technischen Bericht zur integrierten Studie der Flotte und des Baggerwesens“ wird die verbleibende Nutzungsdauer der „Alfredo Labadie“ auf 10 Jahre geschätzt. Das 1984 gebaute Baggerschiff ist 85,20 Meter lang, 17,70 Meter breit und hat eine Laderaumkapazität von 3000 Kubikmetern. Das Schiff wurde 2018 renoviert, einschließlich des Austauschs der Hauptmaschine, einer Baggermaschine und des Verstellpropellers.
Im Dezember 2022 wurde der rechte Propeller des Schiffes während Baggerarbeiten im Außenhafen von Montevideo durch ein im Wasser befindliches Seil beschädigt. Nach dem Unfall fuhr das Schiff nur mit dem linken Antrieb weiter, bis zur nächsten Dockung. Während dieser Stilllegungszeit wurde festgestellt, dass der Propeller nicht mehr reparierbar war, weshalb das Baggerschiff außer Betrieb genommen wurde. Im August 2025 wurden unter Aufsicht des Technischen Ausschusses für Handelsschifffahrt (COTEC-PNN) beide Propeller ausgetauscht.
Nach Erhalt der Zertifizierungen für den Stapellauf und die Rumpfdichtigkeit wurde das Schiff im Dezember an Pier 11 des Hafens von Montevideo verlegt, um die Wasserarbeiten abzuschließen. Zu den Arbeiten gehörten die Reinigung der Kraftstoff- und Trinkwassertanks, die planmäßige 12.000-Stunden-Wartung der Antriebsmaschinen und Generatoren sowie die Justierung des Baggersystems. Anschließend wurde im März 2026 das Verstellpropellersystem der neuen Propeller durch den ursprünglichen Propellerhersteller Kongsberg kalibriert. Bezüglich der Backbord-Baggermaschine gab die ANP an, dass diese noch eingelagert sei und bei einer zukünftigen planmäßigen Stilllegung eingebaut werden solle.






