de.wedoany.com-Bericht: Die auslaufenden Antidumpingzölle lösen eine abwartende Haltung bei den Käufern aus. Der indische Inlandsmarkt für Metallurgiekoks zeigte in der Woche bis zum 9. Juli 2026 eine gespaltene Entwicklung. Die Preise im Osten fielen deutlich, während sie im Westen stabil blieben. Hauptgründe für die Marktkorrektur sind die zurückhaltende Kaufbereitschaft der Abnehmer, die schwache Spotliquidität und die Unsicherheit über eine mögliche Verlängerung der Antidumpingzölle (ADD) auf importierten Metallurgiekoks.
Ein Marktteilnehmer wies darauf hin, dass die Käufer nach dem Auslaufen der bestehenden Zölle begannen, nach günstigeren Materialien, einschließlich Importen, zu suchen, was insbesondere in Ostindien Druck auf die Preisgestaltung ausübte. Daten zeigen, dass der Preis für Hochofen-Metallurgiekoks in Ostindien im Wochenvergleich um etwa 750 Indische Rupien pro Tonne auf rund 35.250 INR/t (ab Werk Jajpur) fiel, was die schwache Nachfrage und das begrenzte Handelsvolumen widerspiegelt. Im Gegensatz dazu blieb der Preis für Hochofen-Koks in Westindien bei etwa 34.000 INR/t (ab Werk Gandhidham) stabil, begünstigt durch eine relativ starke regionale Nachfrage. Auch der Preis für Gießereikoks blieb mit rund 36.400 INR/t (ab Werk Rajkot) stabil, unterstützt durch den gleichmäßigen Verbrauch der Gießereiindustrie. Als kostentragender Rohstoff fiel der Preis für hochwertigen Hartkohle-Koks (CFR Paradip) im Wochenvergleich um 5 USD/t auf 258 USD/t.
Der indische Importmarkt für Metallurgiekoks zeigte sich in dieser Woche insgesamt inaktiv. Obwohl die Käufer nach günstigen Materialien suchten, veranlasste die anhaltende Unsicherheit der Regierung über die Entscheidung zu den Antidumpingzöllen die Käufer, neue Buchungen zu verschieben. Die Preise auf dem internationalen Markt waren insgesamt fest, hauptsächlich gestützt durch die hohen Kosten für Kokskohle, aber die Handelsaktivität blieb verhalten. Die Bewertung von BigMint für indonesischen Hochofen-Metallurgiekoks (65/63 CSR) stieg im Wochenvergleich leicht um 1 USD/t auf etwa 319 USD/t (CFR Indien). Marktteilnehmer gaben an, dass die Besorgnis über die Umsetzung der Antidumpingzölle weiterhin Importverpflichtungen behindere. Die Antidumpingzölle waren bis Ende Juni gültig; es gibt derzeit keine offiziellen Informationen über eine Verlängerung. Brancheninsider fügten hinzu, dass Waren, die im Rahmen des indischen Vorabgenehmigungssystems (Advance Authorisation Scheme) importiert werden und für die Herstellung exportorientierter Stahlprodukte bestimmt sind, von den Antidumpingzöllen befreit werden können, was berechtigten Käufern die Fortsetzung der Importe ermöglicht.
Der chinesische Markt für Kokskohle und Koks blieb im Wochenvergleich weitgehend stabil und bot damit eine anhaltende Stütze für die internationale Koksbepreisung. Die langsame Wiederaufnahme der Minenproduktion in Verbindung mit strengen Sicherheitskontrollen führte zu einer angespannten Versorgung mit Kokskohle. Obwohl die Nachfrage der nachgelagerten Betriebe nachließ, blieben die Rohstoffpreise hoch. Bei Koks wurde die neunte Preisrunde erfolgreich umgesetzt, was die Rentabilität der Kokereien verbesserte und eine stabile Produktion unterstützte. Die schwächeren Stahlpreise, schrumpfende Gewinnmargen der Stahlwerke und geplante Wartungsarbeiten dürften jedoch die Roheisenproduktion reduzieren und die Koksnachfrage abschwächen. Gleichzeitig stößt die vorgeschlagene zehnte Koks-Preisrunde auf starken Widerstand der Stahlwerke, und die Verhandlungen zwischen beiden Seiten könnten kurzfristig andauern.
Am Roheisenmarkt fiel der Preis für Stahlqualitäts-Roheisen in Durgapur, Indien, im Wochenvergleich um etwa 300 INR/t auf rund 37.500 INR/t (ab Werk). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die schwache Nachfrage aus der Gießerei- und Maschinenbauindustrie, eine vorsichtige Stimmung und ein reichliches Angebot zurückzuführen, was die Lieferanten zu Preissenkungen veranlasste, um den Handel anzukurbeln.
Für die Zukunft wird erwartet, dass die indischen Inlandspreise für Metallurgiekoks kurzfristig in einer Spanne schwanken oder leicht nachgeben werden. Die vorsichtige Kaufstimmung, die schwache Stahlnachfrage und die Unsicherheit über die Antidumpingzollpolitik werden die Marktaktivität weiterhin belasten. Das Abwärtspotenzial könnte jedoch aufgrund der festen internationalen Kokspreise, der hohen Kokskohlekosten und des begrenzten globalen Angebots begrenzt sein. Die Klärung der Antidumpingzollpolitik, der Ausgang der chinesischen Koksverhandlungen und die inländischen Stahlproduktionstrends werden die Schlüsselfaktoren sein, die die Marktrichtung in den kommenden Wochen bestimmen.






