Segro gründet Logistik-Joint Venture im Wert von 3 Milliarden Pfund

2026-07-10 16:52
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de.wedoany.com-Bericht: Der britische Immobilienkonzern Segro hat bekannt gegeben, dass er grundsätzlich eine Vereinbarung getroffen hat, gemeinsam mit einem nicht genannten internationalen institutionellen Investor ein neues Logistikimmobilien-Joint Venture in Großbritannien zu gründen. Das Joint Venture wird auf rund 3 Milliarden Pfund (ca. 3,5 Milliarden Euro) geschätzt, beide Partner halten jeweils 50 % der Anteile und konzentrieren sich auf den britischen Markt.

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Das Joint Venture zielt darauf ab, drei große Logistikparks in Großbritannien zu entwickeln und zu betreiben. Nach Fertigstellung aller Parks wird eine Gesamtfläche von rund 925.000 Quadratmetern erwartet. Die drei Parks befinden sich in Radlett (Hertfordshire), Coventry (West Midlands) und Northampton (East Midlands). Derzeit verfügen sie über 225.000 Quadratmeter vermietete Lagerflächen und umfassen 380 Acres (ca. 154 Hektar) bebaubares Land. Alle drei Parks sind über die Autobahn M1 mit London verbunden und werden zu einem vereinbarten Preis von rund 1 Milliarde Pfund (1,17 Milliarden Euro) an das Joint Venture verkauft.

Die Entwicklung der genannten Parks erfolgt in Phasen, die voraussichtlich bis 2030 abgeschlossen sein werden. Die für die vollständige Entwicklung aller Parks erforderlichen künftigen Kapitalausgaben belaufen sich auf rund 820 Millionen Pfund (961 Millionen Euro). Segro erklärte in einer Stellungnahme, dass die Finanzierung voraussichtlich aus Eigenkapital der Partner sowie aus nachrangigen, nicht rückgriffsfähigen Schulden auf Joint-Venture-Ebene stammen werde. Das Unternehmen wies gleichzeitig darauf hin, dass die Parteien derzeit nur grundsätzlich eine Einigung erzielt hätten und der endgültige Abschluss der Transaktion noch von der Durchführung der Due Diligence und der endgültigen Genehmigung abhänge.

David Sleath, CEO von Segro Plc, erklärte in der Stellungnahme, dass diese neue strategische Partnerschaft es dem Unternehmen ermögliche, einige der attraktivsten Logistikparks Großbritanniens in einer kostengünstigen Struktur zu bündeln, wodurch seine Investitionsfähigkeit gestärkt und die Stärke seiner Asset-Management-Plattform unter Beweis gestellt werde.

Bemerkenswert ist, dass Segro kurz vor dieser Ankündigung ein Übernahmeangebot von Prologis abgelehnt hatte, das am 16. Juni an den Vorstand gerichtet worden war. Nachdem Segro das Angebot „einhellig und eindeutig“ abgelehnt hatte, machte der US-amerikanische Logistikimmobilienriese Prologis es am 24. Juni öffentlich. Das Angebot bewertete Segro mit 12,6 Milliarden Pfund (14,75 Milliarden Euro).

Segro bezeichnete diesen Versuch des US-Konkurrenten in seiner Antwort als „opportunistisch“ und führte ihn hauptsächlich auf die Unterbewertung seiner Aktien infolge des Nahostkonflikts zurück, wobei die Attraktivität seines Geschäfts und seine Zukunftsaussichten nicht berücksichtigt worden seien. Prologis veröffentlichte daraufhin am 30. Juni eine Investorenpräsentation, in der die Vorteile der geplanten Fusion und der mögliche Wert für die Aktionäre detailliert dargelegt wurden. Prologis wies darauf hin, dass die Gesamtrendite für seine Aktionäre in den letzten fünf Jahren 38,6 % betragen habe, während Segro einen Rückgang von 20,1 % verzeichnete.

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