de.wedoany.com-Bericht: Im Stadtbezirk Nansha der südchinesischen Metropole Guangzhou wurde kürzlich ein flussgebietsweites Managementsystem zur Vermeidung von Schiffskollisionen mit Brücken offiziell in Betrieb genommen. Das System stattet alle 22 vom Bezirk verwalteten Brücken mit aktiven Kollisionswarnsystemen aus und integriert die Warndaten von 14 weiteren Brücken anderer Eigentümer. Dadurch wird ein Datenaustausch zwischen der Regierung, den Brückeneigentümern und der Schifffahrtsbehörde ermöglicht, was das erste flussgebietsweite Sicherheitsmanagementmodell für Brückenbereiche in China darstellt.
Nansha verfügt über ein dichtes Wasserstraßennetz mit 12 Hauptwasserwegen und 61 schiffbaren Brücken, die jährlich von über 300.000 Schiffen passiert werden. Bisher wurde in der Regel eine „Eine Brücke, eine Verwaltung"-Überwachungsmethode angewandt, die jedoch Probleme wie kurze Warnentfernungen, fehlende Datenintegration und unzureichende Notfallpuffer aufwies. Unter Berücksichtigung der Schifffahrtseigenschaften des Bezirks hat Nansha Kontrollzonen entlang der natürlichen Wasserläufe eingerichtet, an den Ein- und Ausgängen der Wasserwege intelligente Fernüberwachungsposten installiert und einen geschlossenen Bearbeitungsprozess von „Eingangskontrolle – Überwachung auf der Strecke – Warnung im Brückenbereich" entwickelt. Zudem wird eine bereichs- und stufenweise Verwaltung durch mehrere Behörden koordiniert, um eine frühzeitige Erkennung und Intervention bei Risikoschiffen zu ermöglichen.
Derzeit hat Nansha fünf intelligente Fernwarnposten an wichtigen Schifffahrtsstraßen eingerichtet. Diese nutzen ein Managementmodell, das „Fahrplanreservierung + dynamische Vorhersage + Big-Data-Screening" kombiniert und rund um die Uhr von Personal überwacht wird. So entsteht ein Kontrollnetzwerk, das die Eingangskontrolle, die Streckenüberwachung, die Warnung im Brückenbereich und die Schließung von Gefahrenquellen umfasst.
Seit dem Probebetrieb im Januar dieses Jahres hat das System insgesamt 7 Überhöhungswarnungen und über 5.800 Abweichungswarnungen für Schiffe ausgegeben. Das Personal hat bei fast 3.000 risikoreichen Schiffen manuell eingegriffen. Nach der Einführung des neuen Kontrollsystems hat sich die Warnentfernung für Schiffsrisiken von 500 bis 1.000 Metern im herkömmlichen Modus auf 3 bis 10 Kilometer verlängert, und die Vorlaufzeit für Notfalleinsätze wurde von 5 bis 10 Minuten auf über eine Stunde erhöht.






