de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich hat der Landkreis Emsland in Niedersachsen mit dem Bau eines neuen kommunalen Rechenzentrums in Meppen begonnen. Das Projektvolumen beträgt rund 3,4 Millionen Euro und soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Das Projekt ist Teil der Modernisierung der IT-Infrastruktur der Kreisverwaltung. Nach der Fertigstellung wird es die lokalen Regierungsserver, Datenspeicher, Netzwerkgeräte und wichtige digitale Verwaltungssysteme beherbergen und die Betriebsfähigkeit der öffentlichen Informationssysteme bei externen Störungen, Naturkatastrophen und Geräteausfällen verbessern. Das Projekt befindet sich bereits in der Bauphase und nicht mehr in der Planungs-, Vertrags- oder Testphase.
Das neue Rechenzentrum wird als Erweiterung des Kreisverwaltungsgebäudes in Meppen errichtet, mit einer Gesamtbruttofläche von rund 655 Quadratmetern auf drei Etagen. Zwei Etagen sind für Büroflächen vorgesehen, eine weitere Etage ist speziell für Server und zugehörige IT-Geräte reserviert. Der Serverbereich wird mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung ausgestattet, um den Zugang zum Technikraum zu kontrollieren. Dies zeigt, dass das Projekt neben dem Bau des Gebäudekörpers auch die physische Sicherheit und das Zugangsmanagement umfasst. Die lokale Regierung hat noch keine Angaben zur geplanten Stromkapazität, Anzahl der Racks, Servergröße oder Netzwerkbandbreite des Rechenzentrums gemacht. Daher sind die derzeit bestätigten Kernkennzahlen hauptsächlich die Bausumme, die Nutzfläche, die Etagennutzung und der Fertigstellungstermin Ende 2027.
Der direkte Hintergrund des Baubeginns sind die gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit kritischer Infrastrukturen und die Widerstandsfähigkeit digitaler Systeme im öffentlichen Sektor in Deutschland. Nachdem die Verwaltung des Landkreises Emsland in den Bereich der kritischen Infrastrukturen aufgenommen wurde, muss das Risiko von Unterbrechungen der Verwaltungssysteme durch externe Angriffe, Naturkatastrophen oder Geräteausfälle verringert werden. Das neue Rechenzentrum wird ein wichtiger physischer Knotenpunkt für den zentralen Betrieb und Schutz der digitalen Dienste auf Kreisebene sein.
Vom Bauinhalt her ist das kommunale Rechenzentrum nicht nur ein Raum für Server, sondern erfordert ein relativ vollständiges System für Stromversorgung und -verteilung, Netzwerkanbindung, Kühlung, Brandschutz, Überwachung und Sicherheit. Server- und Speichergeräte müssen kontinuierlich betrieben werden. Während der Bauarbeiten müssen die Technikraumstruktur, die Gerätelast, die Kabeltrassen, die Kommunikationsleitungen und der Platz für die Umgebungskontrolle koordiniert werden. Vor der Inbetriebnahme des Rechenzentrums müssen noch die Serverraumausstattung, die Installation von Racks und Netzwerkgeräten, die Inbetriebnahme der Stromversorgungs- und Kühlsysteme sowie die schrittweise Migration von Verwaltungsanwendungen und Daten abgeschlossen werden. Der Landkreis Emsland hat die Lieferanten und die genaue Konfiguration dieser Geräte noch nicht bekannt gegeben, daher müssen diese Details durch weitere Ausschreibungen oder Bauinformationen bestätigt werden.
Die direkte Verbindung des Projekts mit dem Kreisverwaltungsgebäude ermöglicht eine einheitliche Verwaltung der bestehenden Verwaltungsinformationssysteme, des Büronetzwerks und der neuen Serverinfrastruktur, stellt aber auch höhere Anforderungen an die Bauorganisation. Die Arbeiten müssen bei laufendem Betrieb der Verwaltung durchgeführt werden, wobei die Auswirkungen von Bauarbeiten, Leitungswechseln und Geräteinstallationen auf die bestehenden Systeme minimiert werden müssen. Die Kombination aus zwei Büroetagen und einer Serveretage zeigt auch, dass die neue Einrichtung neben Rechen- und Speicheraufgaben auch Arbeitsplätze für IT-Betrieb, Systemüberwachung und Sicherheitspersonal vor Ort bieten wird.
Nach dem aktuellen Plan soll das Projekt bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Zu den weiteren wichtigen Meilensteinen gehören der Rohbau, die Installation der technischen Systeme im Technikraum, die Anlieferung von Servern und Netzwerkgeräten, die Migration der Verwaltungsdaten und die offizielle Inbetriebnahme. Da die geplante Leistung und die Gerätegröße noch nicht bekannt gegeben wurden, hängt die endgültige Anzahl der Kreisverwaltungssysteme, die dieses Rechenzentrum aufnehmen kann, von den weiteren Informationen des Landkreises Emsland ab.






