US-Raumschiff „Starship“ testet erstmals V3-Satelliten
2026-07-14 09:17
Merken

de.wedoany.com-Bericht: SpaceX plant für den 16. Juli den nächsten Testflug des Starship, bei dem erstmals die nächste Generation von V3-Starlink-Satelliten mitgeführt und der Versuch unternommen wird, 20 Satelliten auszusetzen. Diese Satelliten sollen über leistungsstarke Laser mit der Starlink-Konstellation verbunden werden, jedoch 20 Minuten nach dem Aussetzen wieder in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen.

Starlink-Satellitenantenne vor Sonnenuntergang

Die V3-Satelliten sind für eine Downlink-Kapazität von 1 Tbit/s und eine Uplink-Kapazität von etwa 200 Gbit/s ausgelegt, was einer etwa zehnfachen Steigerung gegenüber den aktuellen V2-mini-Satelliten entspricht. Bei erfolgreichem Test würde der Weg für die orbitale Bereitstellung der V3-Satelliten geebnet, was die Breitbandkapazität von Starlink erheblich steigern und seinen Wettbewerbsradius erweitern würde.

Eine neue Analyse von MoffettNathanson kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Wettbewerbswirkung von Starlink selbst mit Unterstützung durch V3 relativ begrenzt bleibt. Der Analyst der Einrichtung, Craig Moffett, weist in dem Bericht (Registrierung erforderlich) darauf hin, dass der Übergang von Starlink zu V3 voraussichtlich etwa fünf Jahre dauern wird. Die Leistung werde der von festem drahtlosem Zugang entsprechen, bleibe aber deutlich hinter Glasfaser- und Kabelnetzen zurück.

Moffett erläutert weiter, dass die größte Einschränkung von Starlink nicht die Größe der Konstellation sei, sondern die Kapazität, die eine einzelne sechseckige Zelle unterstützen könne. V3 könne zwar die durchschnittliche Kundendichte pro Quadratmeile erhöhen, doch mit steigendem Breitband-Datenverbrauch sinke dieser kritische Punkt. Starlink könne nur das 8. und 9. Dezil der US-Bevölkerungsdichte abdecken, nicht das aktuelle 10. Dezil.

Durchschnittliche Bevölkerungsdichte pro Quadratmeile nach Volkszählungsblockgruppen in den USA 2020

Moffett betont, dass er Starlink gegenüber nicht pessimistisch eingestellt sei, aber die Markterwartungen an die Fähigkeit, Vorstadt- und Stadtbreitband zu revolutionieren, für unrealistisch hoch halte.

Basierend auf dieser Analyse hat Moffett das Starlink-Geschäft modelliert. Er schätzt, dass Starlink bis 2031 über 97 Millionen Verbraucher-Breitbandnutzer haben wird, darunter 9,52 Millionen in den USA, 11,18 Millionen in anderen entwickelten Märkten (ohne USA) und 48,46 Millionen im Rest der Welt (ohne China und Russland). Zum Vergleich: Bis Ende 2026 werden voraussichtlich 14,81 Millionen Nutzer erwartet, darunter 3,16 Millionen in den USA. Bis 2031 sollen die Starlink-Einnahmen auf 97,3 Milliarden US-Dollar steigen, wobei Verbraucher- und Unternehmenseinnahmen (62,9 Milliarden US-Dollar) dominieren, gefolgt von Verbraucher-Verbindungseinnahmen in Höhe von 31,9 Milliarden US-Dollar und Einnahmen aus direkt verbundenen Geräten in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar. Für 2026 werden Einnahmen von 16,7 Milliarden US-Dollar erwartet, davon 9,4 Milliarden US-Dollar aus Verbraucherverbindungen und 6,5 Milliarden US-Dollar aus Unternehmens- und Regierungseinnahmen.

Prognose von MoffettNathanson zur Anzahl der Starlink-Verbrauchernutzer

Beim durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) werden einkommensschwache Märkte den globalen ARPU senken. Moffett erwartet für 2031 einen ARPU von 60,83 US-Dollar für US-Verbraucher-Breitbandnutzer von Starlink und einen globalen ARPU von 27,17 US-Dollar.

Eine gemeinsame Analyse des Nutzertrends im zweiten Quartal von New Street Research und Recon Analytics zeigt, dass die meisten Starlink-Nutzer weiterhin aus ländlichen Gebieten stammen, aber fast die Hälfte der abgewanderten Nutzer von Kabelnetzbetreibern kommt. Die New-Street-Analysten David Barden, Vikash Harlalka und Ryan Smith stellen in dem Bericht (Registrierung erforderlich) fest, dass noch keine signifikanten Auswirkungen auf Kabel-Breitbandbetreiber zu sehen seien, da Starlink sich auf den ländlichen Markt konzentriere. Mit zunehmender Kapazität durch V3 werde Starlinks Fähigkeit steigen, Preise zu senken und auf mehr bestehende Breitbandnutzer abzuzielen. Etwa 83 % der Starlink-Nutzer seien Wechsler von anderen Anbietern, 17 % seien neue Breitbandnutzer.

 

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com
relevante Produkte