de.wedoany.com-Bericht: Am 14. Juli wurde berichtet, dass Nvidia aus den USA und Mitsubishi Heavy Industries aus Japan eine Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz-Rechenzentrumstechnologie planen. Beide Seiten erwägen, die Kühlsysteme und Energiemanagementtechnologien von Mitsubishi Heavy Industries in die nächste Generation von Nvidia-Rechenzentren zu integrieren. Diese Zusammenarbeit befindet sich noch in der Forschungs- und Verhandlungsphase; beide Seiten haben noch keine formelle Vereinbarung, konkrete Projekte, Standorte oder Zeitpläne für die Technologieeinführung bekannt gegeben.
Die geplante Zusammenarbeit wird sich auf die Wärmeableitungs- und Stromversorgungsprobleme konzentrieren, die durch hochdichte KI-Server entstehen. Mit der kontinuierlich steigenden Leistungsdichte von GPU-Clustern müssen die Infrastrukturen der Rechenzentren gleichzeitig die Serverkühlung, die Raumstromverteilung und das Energiemanagement anpassen. Die im Juni von Nvidia vorgestellte Kühllösung für die neue Generation von KI-Servern ermöglicht den Betrieb des Kühlmittels bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius, wodurch die Betriebslast von peripheren Kühlgeräten wie Kältemaschinen durch die Erhöhung der Kühlmitteltemperatur reduziert wird.
Mitsubishi Heavy Industries aus Japan verfügt derzeit über ein Technologieportfolio für Rechenzentren, das die Bereiche Vor-Ort-Stromerzeugung, Stromversorgung, effiziente Kühlung und digitales Energiemanagement umfasst. Das Unternehmen präsentierte während der Nvidia GTC 2026 in den USA Vor-Ort-Stromerzeugung, effiziente Kühlung und Systeme der nächsten Generation für die Stromverteilung und positionierte diese Einrichtungen als unterstützende Infrastruktur für hochdichte KI-Rechenzentren.
Das Kühlsystem könnte der Schwerpunkt der technologischen Verknüpfung zwischen beiden Seiten sein. Mitsubishi Heavy Industries treibt die Entwicklung von Flüssigkeitsimmersionskühlung und zweiphasiger Direct-to-Chip-Kühlung voran. Bei der zweiphasigen Lösung wird ein isolierendes Kältemittel in einer Kaltplatte auf der Prozessoroberfläche zirkuliert, um die von der GPU erzeugte Wärme direkt vom Chip abzuführen. Im Dezember 2025 haben Mitsubishi Heavy Industries und die EXEO Group aus Japan in einem Rechenzentrum ein kommerziell betriebenes GPU-Serversystem mit zweiphasiger Direct-to-Chip-Kühlung aufgebaut und in Betrieb genommen.
Im Bereich Energiemanagement veröffentlichte Mitsubishi Heavy Industries am 9. Juli die Ergebnisse eines Optimierungstests für Kühlsysteme im Fujitsu Akashi Rechenzentrum in Japan. Das System steuert die von mehreren Anbietern bereitgestellten Kühlgeräte einheitlich und reduzierte den Kühlenergieverbrauch im Testraum um 2,3 %, ohne den Betrieb des Rechenzentrums zu unterbrechen; bei einer Ausweitung auf das gesamte Rechenzentrum wird eine Reduzierung des Stromverbrauchs um bis zu 7,6 % erwartet. Die entsprechenden Fähigkeiten können zur Koordination von Serverlasten, Klimaanlagen und Kältequellensystemen eingesetzt werden, es ist jedoch derzeit unklar, ob sie direkt in Nvidias Rechenzentrumslösungen integriert werden.
Sollte die Zusammenarbeit zustande kommen, könnte Nvidia von der Server- und GPU-Architekturseite Anforderungen an Wärmeableitung, Stromversorgung und Rack-Betrieb stellen, während Mitsubishi Heavy Industries möglicherweise unterstützende Technologien auf der Ebene von Kühleinrichtungen, Stromverteilungssystemen und Energiesteuerung bereitstellt. Allerdings kann diese Zusammenarbeit derzeit nicht so interpretiert werden, dass das Kühlsystem bereits einen Auftrag erhalten hat oder mit der Bereitstellung begonnen wurde. Ob konkret Flüssigkeitsimmersionskühlung, Direct-to-Chip-Kühlung oder andere Lösungen zum Einsatz kommen, muss noch von beiden Seiten offiziell bekannt gegeben werden.






