de.wedoany.com-Bericht: Das irakische Unternehmen T964 hat kürzlich bekannt gegeben, dass sein kommerzielles Tier-III-Rechenzentrum im Irak in die Hauptbau- und Infrastruktur-Installationsphase eingetreten ist und der Betrieb für Ende 2026 geplant ist. Der französische Konzern Schneider Electric wurde als Energie-Technologiepartner des Projekts ausgewählt und wird die kritische Stromversorgungs- und Kühlungsinfrastruktur für das Rechenzentrum bereitstellen. Nach Angaben des Projektbetreibers wird die Anlage nach Fertigstellung das erste kommerzielle Tier-III-Rechenzentrum im Irak sein und Unternehmen, Finanzinstituten, Telekommunikationsbetreibern, Cloud-Dienstanbietern und Technologieunternehmen neutrale Hosting-Dienste anbieten.
In der ersten Projektphase ist die Errichtung von 340 Racks geplant, die in flexibel anpassbaren Rechenzentrumsmodulen und separaten Käfigbereichen untergebracht werden. Die anfängliche Rechenlast des Rechenzentrums wird je nach Kundenanschluss schrittweise erweitert und kann auf bis zu 12 Megawatt gesteigert werden. Der Standort ist zudem mit einer 84-Megawatt-Vor-Ort-Stromversorgungskapazität ausgestattet und an mehrere voneinander unabhängige Internetverbindungen angeschlossen, um die Auswirkungen eines Ausfalls einer einzelnen Stromleitung oder eines Kommunikationsausgangs auf die Geschäftskontinuität zu verringern.
Ein Schwerpunkt des Baus ist die Schaffung eines redundanten Stromversorgungs- und Kühlsystems, das den Anforderungen des Tier-III-Betriebs entspricht. Der französische Konzern Schneider Electric wird das Strommanagement, die Energieinfrastruktur und die Kühltechnologie bereitstellen, die für den kontinuierlichen Betrieb des Rechenzentrums erforderlich sind, und die Systemsichtbarkeit durch Geräteüberwachung und Betriebsmanagementfähigkeiten verbessern. Die Tier-III-Architektur erfordert, dass das Rechenzentrum während der Wartung kritischer Geräte weiterhin betriebsfähig bleibt. Daher müssen für die Stromversorgung, Kühlung und Stromverteilungswege entsprechende Reservekapazitäten vorgesehen werden.
Das Projekt verfolgt ein betreiberneutrales Modell und beschränkt sich nicht auf einen einzigen Telekommunikationsnetzbetreiber. Mehrere Kommunikationsbetreiber, Internetdienstanbieter und Cloud-Plattformen können ihre Leitungen in das Rechenzentrum einspeisen und den Hosting-Kunden Netzausgänge in verschiedene Richtungen bieten. Diese Bauweise trägt dazu bei, die Fähigkeit irakischer Unternehmen zu verbessern, Server, Cloud-Plattformen, Notfallwiederherstellungssysteme und geschäftskritische Anwendungen lokal zu betreiben, und verringert die langfristige Abhängigkeit von Rechenzentren im Ausland für bestimmte digitale Geschäftsbereiche.
Das irakische Unternehmen T964 erklärte, dass das Projekt sich auf die Aufnahme von Finanzsystemen, Telekommunikationsdiensten, Regierungs- und Unternehmensanwendungen, die hohe Stabilitätsanforderungen stellen, sowie auf möglicherweise wachsende Cloud-Computing- und Künstliche-Intelligenz-Lasten konzentrieren wird. Die derzeit öffentlich zugänglichen Informationen geben keine Auskunft über die genaue Anzahl der eingesetzten Server, GPU-Geräte und Cloud-Computing-Plattformen. Die aktuellen Bauarbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Hauptgebäude des Rechenzentrums, die Stromversorgungssysteme, die Kühleinrichtungen und die Netzanschlussinfrastruktur.
Dieses Rechenzentrum ist auch Teil der Bemühungen des Irak, seine digitale Infrastruktur zu verbessern. Der Irak treibt den Ausbau von Glasfaseranschlüssen, internationalen Kommunikationskanälen, Rechenzentren und Unternehmensnetzwerken voran und möchte seine geografische Lage als Verbindung zwischen der Golfregion, der Türkei und Europa nutzen, um regionale Datenübertragungskorridore zu entwickeln. T964 hat zuvor in den Bereichen Unternehmensnetzwerke, Rechenzentren, internationale Kommunikationsvermittlung und Glasfaser bis zum Haus zusammengearbeitet, aber das nun klar in der Bauphase befindliche Projekt ist sein kommerzielles Tier-III-Rechenzentrum mit zugehöriger Stromversorgung, Kühlung und Kommunikationsinfrastruktur.
Nach dem aktuellen Zeitplan wird das Projekt im Jahr 2026 mit der Geräteinstallation, der Systeminbetriebnahme und dem Netzanschluss fortfahren. Der Projektbetreiber hat noch keine genauen Angaben zum Standort, zur Gesamtfläche, zur Gesamtinvestitionssumme und zur Anzahl der Racks in späteren Erweiterungsphasen gemacht. Die 340 Racks und die maximale Kapazität von 12 Megawatt beziehen sich auf die erste Phase und die erweiterbare Betriebsplanung und bedeuten nicht, dass die gesamte Anlage bereits vollständig installiert ist.






