Bericht des britischen Dachdecker-Verbands zeigt sinkendes Geschäftsvertrauen in der Branche
2026-07-14 16:05
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de.wedoany.com-Bericht: Der jüngste „Zustandsbericht der Dachdeckerbranche“ des britischen Dachdecker-Verbands (NFRC, National Federation of Roofing Contractors) zeigt einen deutlichen Rückgang des Geschäftsvertrauens in der nationalen Dachdeckerbranche.

James Talman

Dem Bericht zufolge haben wirtschaftliche Gegenwinde durch Konflikte im Ausland, Störungen durch extremes Wetter und Marktunsicherheiten die Branchenaktivitäten weitgehend gedämpft. Nur 29 % der Dachdeckerunternehmen verzeichneten im Winter einen Anstieg des Arbeitsvolumens, ein Rückgang gegenüber 37 % im Herbst 2025 und 48 % im vierten Quartal 2024. Auch die Zahl der Neukundenanfragen war rückläufig: 26 % der Unternehmen meldeten einen Anstieg, gegenüber 34 % im Vorquartal.

Für das kommende Jahr erwarten nur 28 % der Dachdeckerunternehmen ein steigendes Arbeitsvolumen, im Herbst 2025 waren es noch 40 %. Auftragnehmer im öffentlichen Sektor wurden als „besonders pessimistisch“ beschrieben. Auch die politische Unsicherheit hat unter den Befragten zugenommen und wird als zweitgrößte Herausforderung für die Mitgliedsunternehmen des NFRC genannt. Der Nahostkonflikt führt zu anhaltenden Schwankungen bei Kraftstoffzuschlägen und Materialpreisen; ein Auftragnehmer berichtete, dass Lieferanten die Zuschläge „fast wöchentlich“ erhöhen.

James Talman, CEO des NFRC, erklärte, dass die vollen Auswirkungen des Konflikts noch unklar seien, die Unternehmen jedoch kämpften und die Wachstumserwartungen der Bauindustrie parallel zur gesamten britischen Wirtschaft nach unten korrigiert würden. Gray Gibson, Leiter für Politik und Außenbeziehungen des NFRC, ergänzte, dass Friedensabkommen zwar begrüßt würden, aber keinen Druck von den Unternehmen am Ende der Lieferkette nehmen würden. Die Materialpreise blieben hoch, die Gewinnmargen würden gedrückt und das Vertrauen sei fragil.

Dieser Winterbericht untersucht erstmals die Kanäle, über die NFRC-Mitglieder Arbeiter rekrutieren. Die Umfrage ergab, dass die Branche nach wie vor stark auf informelle Netzwerke angewiesen ist, anstatt auf formelle Rekrutierungs-infrastruktur. Mundpropaganda und Empfehlungen bestehender Mitarbeiter sind die wichtigsten Wege, sowohl für erfahrene Fachkräfte als auch für Neueinsteiger. Der NFRC erklärte, diese Methoden spiegelten die enge Verbundenheit der Branche wider, wiesen aber auch auf eine strukturelle Herausforderung hin: Wenn Unternehmen es versäumten, über ihre bestehenden Netzwerke hinaus zu rekrutieren, bleibe der Pool potenzieller Bewerber eng. Da NFRC-Mitglieder in der Regel die größeren Unternehmen der Dach- und Verkleidungsbranche repräsentieren, dürften diese Ergebnisse für kleinere Unternehmen noch deutlicher ausfallen.

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