de.wedoany.com-Bericht: Die Polnische Staatsbahn (PKP) hat den Bauvertrag für den neuen Bahnhof in Mielec vergeben und macht die Stadt damit wieder zu einem wichtigen Knotenpunkt im polnischen Schienennetz.

Der bestehende Bahnhof ist seit Jahren geschlossen, die ersten Abrissarbeiten sollen in diesem Sommer beginnen. Der Neubau ersetzt den alten Bahnhof durch ein modernes, eingeschossiges Gebäude mit zeitgenössischer Glasfassade, das die Fahrgasteinrichtungen verbessern und die Barrierefreiheit erhöhen soll.
Das Projekt baut auf der Wiederaufnahme des Fernverkehrs nach Mielec durch PKP Intercity Ende 2024 auf. Parallel dazu wurde auch der Regionalverkehr nach der Modernisierung der Schienenstrecken und der Bahnhofs-infrastruktur wieder aufgenommen.
Der neue Bahnhof ist darauf ausgelegt, den Anforderungen moderner Fahrgäste gerecht zu werden und gleichzeitig die Barrierefreiheit für alle Nutzergruppen zu verbessern. Im Gebäude werden ein beheizter und klimatisierter Wartebereich, eine Fahrgastlounge, Sanitäranlagen sowie Einzelhandelsflächen für ein Café oder einen Convenience-Store untergebracht. Auch Büroräume und technische Einrichtungen der Eisenbahngesellschaft sind im Entwicklungsprojekt enthalten. Der Bahnhof wird zudem barrierefreie Einrichtungen für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität bieten, darunter taktile Bodenleitsysteme, Blindenschriftbeschilderung und taktile Bahnhofspläne zur Unterstützung blinder und sehbehinderter Reisender. Elektronische Fahrgastinformationsanzeigen und ein öffentliches Durchsagesystem liefern Echtzeit-Zuginformationen, während Photovoltaikmodule, Wärmepumpen und ein Gebäudemanagementsystem (BMS) die Energieeffizienz steigern und die Umweltauswirkungen verringern.
Der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak erklärte: „Seit Ende 2024 betreibt PKP Intercity Fernverkehrsverbindungen nach Mielec, und die Stadt wird bald einen völlig neuen, von Grund auf neu gebauten Bahnhof erhalten.“ Der Staatssekretär im Infrastrukturministerium, Piotr Malepszak, ergänzte: „Ein gutes Fahrgasterlebnis setzt sich stets aus konkreten Elementen zusammen: einer Infrastruktur, die den Bedürfnissen aller Reisenden gerecht wird, komfortablen Zügen, einem attraktiven Fahrplan sowie modernen Werkzeugen zur Verbindungssuche und Ticketbuchung.“
Die Investition ist Teil des PKP-Programms „Fahrgastfreundliche Bahnhöfe“ (Passenger-Friendly Stations programme), das die Modernisierung von Bahnhöfen in ganz Polen vorsieht. Der Bahnhof wurde von An Archi Group entworfen, STRABAG wurde als Bauunternehmer beauftragt. Das Projekt soll bis 2027 abgeschlossen sein, abhängig vom Baufortschritt, technischen Prüfungen und behördlichen Genehmigungen.
Der Bauvertrag hat einen Wert von über 9,17 Millionen Polnischen Złoty, die Gesamtinvestition wird auf über 14,9 Millionen Polnische Złoty geschätzt. Das Projekt wird auch die Anbindung des Bahnhofs an die umliegenden Straßen und Bahnsteige verbessern und so in der Woiwodschaft Karpatenvorland einen stärker integrierten Verkehrsknotenpunkt schaffen, um der wachsenden Fahrgastnachfrage gerecht zu werden.










