de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich unterzeichnete das peruanische Ministerium für Verkehr und Kommunikation mit vier Mobilfunkbetreibern Netzausbauverpflichtungen, um in 412 ländlichen Siedlungen in 22 Regionen des Landes 4G-Kommunikationsinfrastruktur zu installieren. Die Gesamtinvestition des Projekts beträgt über 182 Millionen Peruanische Sol, etwa 53 Millionen US-Dollar. Der Bau und die Inbetriebnahme der Dienste sollen bis Juni 2027 abgeschlossen sein, sodann werden erstmals über 66.000 Einwohner 4G-Sprach- und Mobildatenverbindungen erhalten.
Zu den am Bau beteiligten Unternehmen gehören Claro Perú (América Móvil Perú), Entel Perú (Tochtergesellschaft von Entel Chile), Integratel Perú sowie Bitel Perú (Tochtergesellschaft von Viettel aus Vietnam). Jeder Betreiber wählt die Projektstandorte basierend auf seiner eigenen Netzabdeckung und seinen Bauvoraussetzungen aus. Anschließend werden sie jeweils die Standortvorbereitung, Installation drahtloser Kommunikationsgeräte, Anbindung von Übertragungsleitungen, Systemtests und Netzinbetriebnahme vorantreiben. Die offiziellen Stellen haben noch nicht die genaue Anzahl der von jedem Betreiber übernommenen Siedlungen, den Umfang der Basisstationen und die Ausrüstungslieferanten bekannt gegeben.
Dieses Projekt wird über den Mechanismus „Abdeckung gegen Spektrumgebühren" umgesetzt. Gemäß der aktuellen peruanischen Politik können Mobilfunkbetreiber bis zu 60 % der Gebühren für die Nutzung von Funkfrequenzen direkt in Investitionen für den ländlichen Mobilfunknetzausbau umwandeln. Ein Teil der ursprünglich zu zahlenden Gebühren fließt so in den Bau von Basisstationen, Übertragungs- und zugehöriger Kommunikationsinfrastruktur, sodass die Netzerweiterung in abgelegenen Gebieten mit den bestehenden Spektrumsverpflichtungen der Betreiber kombiniert vorangetrieben werden kann.
Die 412 Siedlungen hatten zuvor keinen 4G-Mobildienst. In einigen Gebieten war es für die Betreiber aufgrund von Faktoren wie Bevölkerungsverteilung, komplexen geografischen Bedingungen und längeren Amortisationszeiten schwierig, eine schnelle Abdeckung durch reguläre Marktinvestitionen zu erreichen. Nach Inbetriebnahme der neuen Anlagen wird sich das lokale Mobilfunknetz von einem Zustand mit grundlegender Sprachversorgung oder ohne stabiles Signal hin zu einer 4G-Zugangsumgebung entwickeln, die gleichzeitig Hochgeschwindigkeitsdaten, mobiles Bezahlen, Fernunterricht und digitale öffentliche Dienste unterstützt.
Claro Perú hat zuvor über einen ähnlichen Mechanismus vor Ort kontinuierlich Mobilfunkstandorte ausgebaut. Von 2018 bis 2025 förderte das Unternehmen die Netzabdeckung in über 2.400 Siedlungen in Peru, installierte insgesamt 388 drahtlose Kommunikationsbasisstationen und versorgte etwa 493.000 Menschen. Die aktuelle Projektrunde wird parallel zu den Bauaufgaben der drei anderen peruanischen Betreiber durchgeführt und das 4G-Netz weiter über die bestehenden Abdeckungsgrenzen hinaus ausdehnen.
Das peruanische Ministerium für Verkehr und Kommunikation gab bekannt, dass der Mechanismus „Abdeckung gegen Spektrumgebühren" zuvor bereits 1.531 ländlichen Siedlungen den erstmaligen Zugang zum 4G-Netz ermöglicht habe, wovon über 296.000 Menschen profitierten. Mit der Aufnahme der 412 Standorte in dieser Runde wird sich die Anzahl der durch diesen Mechanismus abgedeckten ländlichen Siedlungen auf über 1.900 erhöhen. Der Aufbau der peruanischen Mobilfunkinfrastruktur wird sich schrittweise von einzelnen Projekten hin zu langfristigen Abdeckungsprojekten entwickeln, die von mehreren Betreibern in mehreren Phasen umgesetzt werden.










