de.wedoany.com-Bericht: Die polnische Eisenbahninfrastrukturgesellschaft Polskie Linie Kolejowe (PLK) hat ein Förderprogramm in Höhe von insgesamt 861 Millionen Polnischen Zloty (ca. 202 Millionen Euro) genehmigt, um landesweit 29 Bahnübergänge durch Über- und Unterführungen zu ersetzen. Im Rahmen der zweiten Phase des nationalen Programms zur Erhöhung der Sicherheit an Bahnübergängen werden 430,5 Millionen Polnische Zloty (ca. 101 Millionen Euro) für den Bau von kreuzungsfreien Knotenpunkten an 29 Standorten bereitgestellt.

Das Programm ist als Wettbewerb organisiert und richtet sich an lokale Gebietskörperschaften und Straßenverwaltungen, die Interesse an einer Kofinanzierung des Baus von kreuzungsfreien Knotenpunkten haben. In der ersten Phase des Programms wurden bereits 17 weitere Projekte mit einem ähnlichen Betrag gefördert. Somit werden im Rahmen der beiden Phasen des Programms landesweit insgesamt 46 Über- und Unterführungen gebaut.
Der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak erklärte, dass die Zahl der jährlich in die Sicherheit von Eisenbahn-Straßen-Kreuzungen investierten Projekte kontinuierlich steige. Das Programm ziele darauf ab, Bahnübergänge durch moderne Über- und Unterführungen zu ersetzen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und die Mobilität in Städten und Regionen zu verbessern – zum Nutzen von Autofahrern, Fußgängern und Bahnreisenden.

Die Mittel für das Programm stammen aus dem Staatshaushalt. Der maximale Förderbetrag der PLK für ein einzelnes Projekt beträgt 60 Millionen Polnische Zloty (ca. 14 Millionen Euro). Zu den Förderkriterien gehören der Rückbau des bestehenden Bahnübergangs, die Integration der neuen Über- oder Unterführung in das Straßennetz sowie die Zustimmung der lokalen Gemeinschaft. Die PLK beteiligt sich an den Kosten für den Bau von Über- oder Unterführungen oberhalb oder unterhalb der Gleise sowie für die technischen Unterlagen und den Rückbau der Bahnübergänge.
Der Vorstandsvorsitzende der polnischen Eisenbahninfrastrukturgesellschaft, Maciej Kaczorek, wies darauf hin, dass der Bau von kreuzungsfreien Knotenpunkten nicht nur die Sicherheit des Eisenbahn- und Straßenverkehrs erhöhe, sondern auch die Zuverlässigkeit des Schienennetzes verbessere. Die Beseitigung von Bahnübergängen verringere die Auswirkungen des Straßenverkehrs auf den Zugbetrieb und trage zu einem effizienteren Betrieb des gesamten Schienennetzes bei.
Im Rahmen der Projektausschreibung des Programms, die am 5. Februar 2026 endete, reichten insgesamt 17 lokale Gebietskörperschaften und Straßenverwaltungen 23 neue Anträge ein. Gemäß den Bestimmungen wurden weitere 14 Projekte aus der Reserveliste der ersten Phase automatisch in das Bewertungsverfahren aufgenommen. Nach technischen, betriebswirtschaftlichen und wirtschaftlichen Analysen sowie einer Bewertung des Stands der Unterlagen gelangten insgesamt 35 Projekte in die endgültige Rangliste, von denen 29 für eine Förderung ausgewählt wurden; die übrigen 6 wurden auf die Reserveliste gesetzt. Die PLK wies darauf hin, dass sich die endgültige Projektliste aufgrund von Kostenneubewertungen und der Fähigkeit der lokalen Gebietskörperschaften, die erforderlichen Kofinanzierungsmittel bereitzustellen, noch ändern könne.










