1-Milliarden-Dollar-Erweiterungsplan für Burns Harbor in den USA: Containerterminal geht dieses Jahr in Betrieb
2026-07-15 17:24
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de.wedoany.com-Bericht: Chicago, die drittgrößte Stadt der USA, erhält bald seinen ersten Seehafen-Containerterminal. Die Hafenbehörde von Indiana – Burns Harbor (Ports of Indiana-Burns Harbor) plant, in diesem Jahr eine neue Seehafen-Containeranlage in Betrieb zu nehmen. Der Terminal in Portage, Indiana, etwa 20 Meilen von Chicago entfernt, wird das einzige reine Wasserstraßen-Containerportal sein, das den Großraum Chicago über die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Seeweg (Great Lakes and St Lawrence Seaway) bedient.

Das Projekt ist Teil des 1-Milliarden-Dollar-Erweiterungsplans für Burns Harbor und die größte Investition des Hafens seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1970. Die gesamten Bauarbeiten umfassen neue Terminal- und Eisenbahn-Infrastruktur. Gleichzeitig treiben die Hafenbeamten die Wiederinbetriebnahme einer der größten Getreideexportanlagen der Großen Seen voran.

Der US-Zoll- und Grenzschutz (US Customs and Border Protection) genehmigte den Containerterminal im Jahr 2024 und beseitigte damit Hindernisse für eine mit Personal ausgestattete Frachtkontrollanlage. Die Hafenbehörde von Indiana wird die für die internationale Containerabfertigung erforderlichen Zollbüros, Kontrollgeräte, Strahlungsportalmonitore und Sicherheitsinfrastruktur bereitstellen.

Der neue Terminal wird sich in einem Hafen mit 9.000 Fuß Kailänge, 10 Seeweg-Liegeplätzen und rund um die Uhr verfügbarem Schlepper-Support befinden. Die Containeranlage kann etwa 15 Hübe pro Stunde durchführen und ist mit einem von Logistec verwalteten Containermanagementsystem, 24-Stunden-Sicherheit, Zutrittskontrolle und Nachtsichtkameraüberwachung ausgestattet. Der Hafen gibt an, dass der Terminal eine direkte Anbindung an Europa, Umschlag über kanadische Häfen und eine Binnenschiffsverbindung zum Golf von Mexiko bietet. Ein Probelauf ist noch vor Jahresende geplant.

Das Marktpotenzial des Projekts ist beträchtlich. Chicago ist der größte intermodale Containermarkt Nordamerikas, doch derzeit gelangen alle Container per Bahn oder Lkw in die Region. Burns Harbor gibt an, dass eine reine Wasserstraßenroute die Transportzeit für einige europäische Container in diesen Markt um bis zu zehn Tage verkürzen und gleichzeitig Staus und Emissionen reduzieren könnte.

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