de.wedoany.com-Bericht: Die Forscher Sun Jing und Wu Wenbin vom Institut für Agrarressourcen und Agrarregionalplanung der Chinesischen Akademie der Agrarwissenschaften haben gemeinsam mit der Chinesischen Agraruniversität und anderen Einrichtungen eine Forschungsarbeit in Nature Food veröffentlicht, die systematisch Wege zur Steigerung der chinesischen Selbstversorgungsrate mit Soja und zur Entlastung des globalen Landnutzungsdrucks durch integrierte Politikmaßnahmen untersucht.
Soja ist ein wichtiges strategisches Gut für die Ernährungssicherheit und die stabile Versorgung mit tierischen Produkten in China. Das Forschungsteam hat die Entwicklung des Sojakonsums in China von 1961 bis 2022 nachgezeichnet und ein Prognosemodell für die Sojanachfrage bis 2030 und 2050 erstellt. Die Studie zeigt, dass die chinesische Selbstversorgungsrate mit Soja ohne neue politische Eingriffe weiter sinken wird; bei einer koordinierten Umsetzung der drei Politikmaßnahmen – umfassende Nutzung von Salzböden, Anwendung landwirtschaftlicher Biotechnologie und Umstellung auf eine gesunde Ernährung – kann die Selbstversorgungsrate jedoch deutlich gesteigert werden, was die Abhängigkeit vom internationalen Markt verringert.
Die Studie quantifiziert die positiven globalen Spillover-Effekte einer Steigerung der chinesischen Selbstversorgungsrate mit Soja. Mit sinkender Importnachfrage wird der Druck auf die globalen Sojaressourcenallokation verringert, was den Konsumanstieg einer Milliardenbevölkerung decken kann. Gleichzeitig wird der Bedarf an neuer Ackerflächenexpansion in wichtigen Anbauregionen wie Südamerika reduziert, das Risiko der Entwaldung gesenkt und die ökologische Wiederherstellung sowie Kohlenstoffbindung und Emissionsreduzierung gefördert. Dies trägt zu mehreren globalen Synergieeffekten bei, darunter Ernährungssicherheit, Bekämpfung des Klimawandels und Schutz der biologischen Vielfalt.
Die Studie bietet eine neue wissenschaftliche Perspektive zum Verständnis des Transformationspfades der Sojaindustrie und liefert Entscheidungsgrundlagen für die Abstimmung von Ernährungssicherheit und globalen Nachhaltigkeitszielen in China. Die Forschungsergebnisse haben wissenschaftliche Bedeutung und praktischen Wert für die Förderung der umfassenden Nutzung von Salzböden, die Stärkung der agrarwissenschaftlichen und technologischen Unterstützung sowie die Unterstützung der Strategien zur Erreichung des Kohlenstoffpeaks und der Kohlenstoffneutralität sowie des Aufbaus einer ökologischen Zivilisation.

Diese Studie ist ein weiteres Ergebnis von Forscher Sun Jing, das sich an ihre 2018 in PNAS veröffentlichte Arbeit über die Umweltauswirkungen des internationalen Sojahandels anschließt und sich auf die Hauptthemen des globalen Sojahandels, der lokalen Umwelt und der Ernährungssicherheit konzentriert. Die frühere Arbeit deckte die versteckten Kosten der Stickstoffverschmutzung in China durch massive Sojaimporte auf, während die vorliegende Arbeit aus politischer Perspektive beantwortet, wie China durch integrierte nationale Maßnahmen die Importabhängigkeit überwinden und globale ökologische Dividenden freisetzen kann, wodurch ein vollständiger Kreislauf von der Problemdiagnose bis zur systemischen Lösung entsteht.
Der Artikel mit dem Titel „Integrated policies could raise China's soybean self-sufficiency and ease global land-use pressure" wurde 2026 in Nature Food veröffentlicht. Zu den Autoren gehören Lun F., Sun Jing*, Zhou Y., Hu Q., Gan L., Zhang T., Wang S., Peñuelas J., Sardans J., Lu M., Yang P., Sun D., Liu J., Wu Wenbin*.










