de.wedoany.com-Bericht: Der Kanton Genf in der Schweiz hat mit der Installation der ersten 80 akustischen Signalsysteme begonnen. Diese wurden von der Firma Spie MTS entwickelt und sollen sehbehinderten Menschen helfen, mithilfe einer Fernbedienung oder einer Smartphone-App akustische Signale auszulösen, um sicher den Stadtverkehr zu überqueren. Das Projekt wurde vom Verein für das Wohl der Blinden und Sehbehinderten im Kanton Genf initiiert und in enger Zusammenarbeit zwischen Spie MTS und der Kantonsregierung umgesetzt. Die Entwicklung des Prototyps begann im Jahr 2020.
Spie MTS ist ein Schweizer Ingenieurunternehmen, das auf Gebäudetechnik, Energie- und Infrastrukturdienstleistungen spezialisiert ist und über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen intelligente Gebäude und Verkehrstechnik verfügt. Das entwickelte akustische Signalsystem unterscheidet sich von herkömmlichen automatischen Tonausgabegeräten: Es gibt nur dann ein Tonsignal ab, wenn es vom Benutzer aktiv aktiviert wird, wodurch die Lärmbelastung in der Stadt, insbesondere in den Nachtstunden, wirksam reduziert wird. Benutzer können das Signal über eine spezielle Fernbedienung oder die Smartphone-App „MyMovEO“ auslösen.

Laut Spie MTS bietet das System auch den Vorteil, Vandalismus vorzubeugen. Da das Gerät nur bei Bedarf aktiviert wird, verringert sich der Verschleiß und das potenzielle Beschädigungsrisiko durch Dauerbetrieb. Die Entwicklung des Systems umfasste die Anpassung von Hardware- und Softwarekomponenten der bestehenden Verkehrssignalanlagen, wobei einige der ursprünglichen Gehäuse weiterverwendet werden konnten.
Die Installation der ersten 80 akustischen Signalgeräte ist ein wichtiger Schritt des Kantons Genf zur Förderung einer barrierefreien städtischen Umgebung. Das Projekt reagiert nicht nur auf die Mobilitätsbedürfnisse der sehbehinderten Gemeinschaft, sondern stellt auch einen innovativen Versuch dar, städtische Infrastruktur mit Funktionalität und Umweltfreundlichkeit zu vereinbaren. Indem die Kontrolle über die akustischen Signale an die Nutzer zurückgegeben wird, verbessert der Kanton Genf die Inklusivität der Stadt und reduziert gleichzeitig die Lärmbelästigung für die Anwohner. Mit der schrittweisen Inbetriebnahme dieser Geräte wird das städtische Verkehrssystem in Genf noch benutzerfreundlicher und komfortabler.










