Amara Raja startet Batterie-Zertifizierungswerk in Indien, investiert 5 Milliarden Rupien
2026-07-18 13:45
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de.wedoany.com-Bericht: Die Amara Raja Advanced Cell Technologies hat im Giga Corridor im indischen Bundesstaat Telangana ein Customer Qualification Plant (CQP) in Betrieb genommen, was einen neuen Meilenstein in den Plänen des Unternehmens zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien markiert.

<p>Das neu in Betrieb genommene Werk wird zylindrische und prismatische Lithium-Ionen-Batterien in verschiedenen Chemievarianten produzieren.</p>

Die Investition in das CQP beläuft sich auf rund 5 Milliarden Rupien und ist Teil des 95 Milliarden Rupien schweren Gigafactory-Plans des Unternehmens. Gemäß der Vereinbarung mit der Regierung von Telangana baut Amara Raja eine Kapazität von 16 GWh auf. Das neu in Betrieb genommene Werk wird zylindrische und prismatische Lithium-Ionen-Batterien in verschiedenen Chemiesystemen herstellen, die von Erstausrüstern vor dem Start der kommerziellen Massenproduktion zertifiziert werden können.

Die kommerzielle Batterieproduktion an der ersten 2-GWh-Linie ist für 2027 geplant, und die Kundenvalidierung der CQP-Batterien wird voraussichtlich im August dieses Jahres beginnen. Vikram Gourineni, Executive Director des Geschäftsbereichs New Energy bei Amara Raja Energy and Mobility, erklärte nach der Einweihungszeremonie, dass das CQP Teil einer dreistufigen Industrialisierungsstrategie sei. Die erste Stufe sei das Forschungs- und Ingenieurzentrum ePositive Energy Labs in der Nähe des Flughafens Hyderabad, die zweite Stufe das CQP und die dritte Stufe die erste Gigafactory, die derzeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite des neuen Werks gebaut werde.

Gourineni wies darauf hin, dass die Nennkapazität des CQP 60 MWh betrage, es aber wahrscheinlich nicht mit voller Auslastung betrieben werde, da es sich um ein hochflexibles Werk für mehrere Chemiesysteme und Batterieformate handele, das gleichzeitig Prozess- und Produkttechnologien validieren könne. Die im Werk eingesetzten Fertigungsanlagen seien den kommerziellen Produktionslinien sehr ähnlich, was es dem Unternehmen ermögliche, die Herstellungsprozesse vor der Skalierung zu validieren.

<p>Zylindrische Batterie</p>

Neben der Batteriezellenfertigung expandiert Amara Raja in den Bereich der Energiespeichersysteme (ESS). Gourineni verriet, dass das Unternehmen auf dem Gelände eine Speicheranlage mit einer Kapazität von 10 GWh errichte. Die Batteriemodulmontage bleibe derzeit ein Schwerpunkt, und das Unternehmen plane, auf höherspannige Batteriepakete zu expandieren und mit Pkw-Herstellern über die Einrichtung spezieller Batteriepaket-Anlagen zu verhandeln. Die endgültige Kapazitätsplanung für die erste kommerzielle Gigafactory betrage 6 GWh, wobei in der Anfangsphase zunächst 2 GWh produziert würden.

Jayadev Galla, Mitbegründer und Vorsitzender von Amara Raja, betonte, dass das Unternehmen sein langfristiges Engagement gegenüber der Regierung von Telangana unverändert fortsetze, mit einer Investition von 95 Milliarden Rupien, der Schaffung von 4.000 Arbeitsplätzen und dem Aufbau einer Kapazität von 16 GWh. Gourineni ergänzte, dass die gesamte geplante Fertigungskapazität des Standorts über 30 GWh betragen könne, die formelle Zusage jedoch weiterhin auf 16 GWh begrenzt sei. Das Unternehmen habe etwa 262 Acres Land von der Regierung erhalten und das Werksgelände durch private Zukäufe erweitert; derzeit seien etwa 90 Acres im Bau.

<p>Kundenqualifikationswerk</p>

Die anfängliche kommerzielle Produktion wird sich auf zylindrische Nickel-Mangan-Cobalt (NMC)-Batterien konzentrieren, die hauptsächlich für Elektro-Zweiräder bestimmt sind, und später auf Lithium-Eisenphosphat (LFP)-Chemiesysteme umstellen. Gourineni erklärte, dass die zukünftigen Pläne nach Abschluss der anfänglichen NMC-Kapazität hauptsächlich auf LFP ausgerichtet seien und auch Natrium-Ionen- oder andere neuartige Chemiesysteme umfassen könnten. Das Unternehmen plane auch die Entwicklung von ESS-Zellen, die für den indischen Markt lokalisiert werden sollen, um die Lokalisierung im Bereich der stationären Energiespeicherung voranzutreiben.

Die Führungskräfte räumten ein, dass im Inland hergestellte Batteriezellen zunächst teurer sein würden als importierte chinesische Produkte. Gourineni schätzte den Preisaufschlag auf 20 bis 25 Prozent. Galla erklärte, dass das CQP darauf ausgelegt sei, das Fertigungsrisiko vor der Skalierung zu reduzieren und die hohe Ausschussrate zu vermeiden, die mit dem direkten Bau einer Gigafactory verbunden sei. Selbst nach Inbetriebnahme der Gigafactory werde das CQP ein integraler Bestandteil des Fertigungsprozesses bleiben, wobei jede neue Batterietechnologie den Weg von der Forschung über die Zertifizierung bis zur kommerziellen Fertigung durchlaufe.

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