de.wedoany.com-Bericht: ConocoPhillips hat zugestimmt, von BP einen Anteil von 42% an der BP Energy Company of Kirkuk Ltd zu erwerben und sich damit dem britischen Ölkonzern anzuschließen, um gemeinsam vier fördernde Ölfelder im Norden des Irak neu zu erschließen. Die Transaktion soll während des offiziellen Besuchs des irakischen Premierministers Ali al-Zaidi in Washington unterzeichnet werden.

Der Umfang der Übernahme umfasst die Verträge für die Kuppeln Baba und Avanah des Kirkuk-Ölfeldes sowie die Felder Bai Hassan, Jambur und Khabbaz. Die anfänglichen gesamten förderbaren Ressourcen dieser Felder belaufen sich auf über 3 Milliarden Barrel Öläquivalent, mit Potenzial für weitere Exploration. Al-Zaidi bemüht sich, nach Unterbrechungen durch den Iran-Konflikt, US-Investitionen in den irakischen Öl-, Gas- und Stromsektor zu verstärken.
Dieses Geschäft fällt in eine Zeit, in der BP unter der Führung von CEO Meg O’Neill sein Portfolio neu ausrichtet. O’Neill, die nach einer langen Karriere bei Exxon Mobil im April dieses Jahres die Leitung übernahm, hat sich verpflichtet, das Unternehmen zu verschlanken, die Kapitaldisziplin zu verschärfen und vorrangig in die renditestärksten Öl- und Gasanlagen zu investieren, während gleichzeitig durch selektive Partnerschaften und Vermögensverkäufe Kapital freigesetzt wird.
Für den Irak ist dies ein weiterer Versuch, mehr US-Investitionen in einen Sektor zu locken, der in den letzten Jahren zunehmend von chinesischen Unternehmen dominiert wird. Al-Zaidis Kabinett hat kürzlich eine Vereinbarung mit dem US-Unternehmen HKN Energy zur Erschließung des Himreen-Ölfeldes im Nordirak genehmigt, ebenso wie eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit General Electric zur Stromerzeugung und -übertragung im Land.
Das Kirkuk-Ölfeld, das vor etwa einem Jahrhundert entdeckt wurde, ist bis heute eines der ältesten fördernden Ölfelder des Irak und verfügt noch über beträchtliche Restreserven, was es zu einem zentralen Bestandteil der Pläne Bagdads macht, die Rohölproduktion in den kommenden Jahrzehnten aufrechtzuerhalten. BP erklärte, die Transaktion habe keine Auswirkungen auf die Vertragsbedingungen, die Betreiberrollen der Northern Oil Company und der North Gas Company sowie auf die geplante Übertragung der Betriebsführung an eine Einheit, die hauptsächlich aus deren Personal besteht. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass das Joint Venture keine hohen Kapitalinvestitionen erfordert. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende 2026 erwartet.










