de.wedoany.com-Bericht: Die tansanische MeTL-Gruppe plant, im nächsten Jahr im Land eine Graphitverarbeitungsanlage mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen in Betrieb zu nehmen. Das langfristige Investitionsziel beträgt 250 Millionen US-Dollar, um batteriegeeignetes Graphit mit einer Reinheit von 99,5 % zu produzieren.

Mohammed Dewji, CEO von MeTL, erklärte, dieser Schritt spiegele die mittel- bis langfristige Strategie des Unternehmens wider, die darauf abziele, die nachgelagerte Mineralverarbeitungskapazität Tansanias zu stärken und gleichzeitig das Exportvolumen auf dem Weltmarkt zu erhöhen.
In der ersten Phase wird die Anlage Graphitprodukte mit einer Reinheit von etwa 95 % herstellen. Um die batteriegeeignete Spezifikation von 99,5 % zu erreichen, sind zusätzliche Reinigungs-, Kugel- und Kohlenstoffbeschichtungsprozesse erforderlich, die derzeit fast ausschließlich in China durchgeführt werden.
Angetrieben durch die Inbetriebnahme neuer Minen in den Regionen Lindi und Manyara erreichte Tansanias Graphitproduktion im Jahr 2025 75.000 Tonnen, fast das Dreifache der Produktion von 25.000 Tonnen im Jahr 2024. Das Land verfügt über Graphitreserven von 18 Millionen Tonnen und liegt damit weltweit auf Platz fünf. Afrika besitzt mit Tansania, Mosambik und Madagaskar insgesamt 21 % der weltweiten Graphitreserven, doch derzeit wird fast das gesamte Rohmaterial zur Verarbeitung nach China verschifft, bevor es wieder in die globale Lieferkette gelangt.
Das MeTL-Projekt zielt darauf ab, dieses Problem direkt anzugehen, indem es eine lokale Verarbeitungskapazität in Tansania aufbaut. Die weltweite Nachfrage nach Graphit wächst derzeit kontinuierlich, angetrieben durch die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen und Energiespeichern. Es wird erwartet, dass die Graphitnachfrage bis 2032 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6,9 % steigt und einen Marktwert von 13,35 Milliarden US-Dollar erreicht.










