Stadler rüstet sieben Flirt-Züge für die RE34-Linie in Deutschland auf
2026-07-19 15:18
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de.wedoany.com-Bericht: Stadler hat einen Vertrag mit der BeNEX-Gruppe über die Modernisierung von sieben Flirt-Triebzügen unterzeichnet. Die Arbeiten beginnen im Sommer 2026 in den Werken in Hamburg und Berlin-Reinickendorf, die gesamte Modernisierung soll bis Sommer 2029 abgeschlossen sein. Die umgerüsteten Züge werden ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 auf der RE34 Dortmund-Siegerland-Express eingesetzt, betrieben von der WestfalenBahn GmbH und der NBE Nordbahn Eisenbahngesellschaft.

Der Vertrag umfasst eine umfassende Innenraum- und technische Aufwertung der sieben 2014 ausgelieferten Flirt-Triebzüge. Die Innenraummodernisierung beinhaltet den Austausch von Tischen und Armlehnen, die Neuanordnung der Sitze zur Schaffung von mehr Stauraum für Gepäck und Fahrräder sowie eine aktualisierte Außengestaltung. Die technischen Upgrades umfassen die Installation von WLAN, USB-Ladeanschlüssen und zusätzlichen Steckdosen in der gesamten Flotte. Das WLAN-System des ersten Zuges wird ab Sommer 2026 installiert, die gesamte Modernisierung endet nach Abschluss der erforderlichen Genehmigungsverfahren im Sommer 2029. Der Gesamtwert des Vertrags wurde nicht bekannt gegeben.

Zum Vergleich: Die Vereinbarung von Wabtec mit der brasilianischen Vale zur Installation von Zugsteuerungssystemen auf den Eisenbahnstrecken Carajás und Vitória-Minas hat einen Wert von 1 Milliarde BRL, umfasst hunderte Kilometer gemischt genutzter Schwerlast-Infrastruktur und wird bis 2031 schrittweise umgesetzt. Im Infrastrukturbereich wurde kürzlich für das Hudson-Tunnel-Projekt eine Änderungsanordnung in Höhe von 88 Millionen USD genehmigt, mit einem Gesamtfertigstellungsziel von 2028. Branchenbenchmarks zeigen, dass mittelfristige Modernisierungsverträge für Regionalflotten dieser Größenordnung typischerweise zwischen 10 und 30 Millionen Euro liegen. Das Projekt von BeNEX fügt sich auch in den breiteren Trend zur Aufwertung von Regionalflotten in Deutschland ein, beispielsweise hat Schleswig-Holstein 29 neue Stadler Flirt Akku-Batteriezüge für den Betrieb der Nordbahn investiert.

Die BeNEX-Gruppe hat sich für die Modernisierung statt für einen Ersatz der sieben Züge entschieden, um die Anforderungen des RE34-Betriebsvertrags zu erfüllen und die Kosten zu kontrollieren. Diese Aufwertung verlängert die Lebensdauer der Anlagen und vermeidet Lieferverzögerungen bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge. Die neuen Einrichtungen wie WLAN und USB-Anschlüsse entsprechen den Erwartungen der Fahrgäste. Der Vertrag spiegelt auch den Trend wider, dass sich der regionale Schienenverkehr auf deutschen Nebenstrecken stärker in Richtung Fahrgastzentrierung entwickelt.

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