Eigenentwickeltes Schiffsautonomes Navigationssystem des 704. Forschungsinstituts Chinas erhält Zertifizierung von drei großen Klassifikationsgesellschaften
2026-07-21 10:39
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de.wedoany.com-Bericht: Das vom 704. Forschungsinstitut der China State Shipbuilding Corporation (CSSC) eigenentwickelte System für autonome Schiffsnavigation und Fernsteuerung hat Zertifizierungen von drei maßgeblichen Institutionen erhalten: Lloyd's Register, China Classification Society und American Bureau of Shipping. Damit ist es das weltweit einzige Produkt mit dieser Qualifikation. Das System wurde auf mehreren Schiffstypen wie „Zhiteng", „Zhifei" und „Zhuhaiyun" strengen Tests unterzogen, darunter autonome Navigation, Kollisionsvermeidung sowie An- und Ablegemanöver, und deckt dabei Binnen-, Küsten- und Hochseeszenarien ab.

Am 17. Juli hielt das 704. Forschungsinstitut auf der 2026er Konferenz zur Förderung von Industrie-Angebot und -Nachfrage durch KI-Standards in Shanghai einen Fachvortrag und stellte seine Forschungsergebnisse zum Schiffsautonomen Fahrmodell vor. Das vom Institut entwickelte erste chinesische System für autonome Schiffsnavigation und Fernsteuerung ist eine KI-Integrationslösung, die Multisensor-Fusion, intelligente Entscheidungsplanung, präzise Bewegungssteuerung sowie Schiff-Land-Koordination vereint und die traditionelle erfahrungsbasierte Navigation zu einer datengetriebenen intelligenten Schifffahrt aufwertet.

Im März 2017 gründete das 704. Forschungsinstitut das „Jugendteam für die Entwicklung autonomer Navigationssysteme für mittlere und große Schiffe" – das erste Forschungsteam für intelligente Navigation in der chinesischen Schiffbauindustrie. Durch interdisziplinäre Integration und einen ganzheitlichen Mechanismus zur Ergebnistransfer entwickelte das Team von Grund auf Modelle, füllte das Labor mit technischen Roadmaps und schuf schließlich das erste eigenständige chinesische System für autonome Schiffsnavigation und Fernsteuerung, womit ein technologischer Durchbruch und die industrielle Umsetzung gelangen.

Von 2019 bis 2025 durchlief das System mehrere Szenario-Validierungen: darunter den weltweit ersten öffentlichen Test zur autonomen Kollisionsvermeidung auf dem Schiff „Zhiteng", das erste automatische An- und Ablegemanöver auf dem 8.000-Tonnen-Schiff „Zhifei", eine 1.500-Seemeilen lange autonome Navigationsdemonstration auf dem 2.000-Tonnen-Schiff „Zhuhaiyun", die Integration des autonomen Navigationssystems in die weltweit erste mittelgroße intelligente Yacht „Zhi Ting 1" sowie den ersten unbemannten intelligenten Fernsteuerungstest für ein Feuerlöschschlepper-Schiff in China auf dem 3.000-Tonnen-Rettungsschiff „Donghaijiu 151". Das Binnen-Intelligenz-Containerschiff „Zhi Yi" absolvierte einen ferngesteuerten Navigationsversuch, und das 82.000-Tonnen-Massengutschiff „JINAN" erhielt vom American Bureau of Shipping die Zertifizierung für autonome Navigation. Das Produkt ist nun für alle Tonnageklassen, mehrere Schiffstypen und alle Gewässer geeignet.

Parallel zu den Teilerfolgen des autonomen Navigationssystems gründete das 704. Forschungsinstitut im vergangenen Jahr ein Jugendteam für verkörperte intelligente Roboter zur Wartung von Schiffsmaschinen- und -elektronikanlagen, das sich auf neue Technologiefelder konzentriert. Das Team hat ein vollständig geschlossenes autonomes Wartungstechnologiesystem „Wahrnehmung – Entscheidung – Ausführung – Rückmeldung" aufgebaut. Auf der Ebene der intelligenten Wahrnehmung werden vier Modalitäten – hochauflösendes sichtbares Licht, Infrarot-Thermografie, Tiefenbild und Makro-Vision – fusioniert, um den Gerätezustand intelligent zu erkennen. Auf der Entscheidungsebene werden Wissensgraphen mit Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse sowie Expertenregelwerken kombiniert, die statische und dynamische Betriebsszenarien sowie Fehlerentwicklungspfade abdecken. Auf der Ebene der autonomen Navigation wurde eine zweistufige Architektur für Echtzeit-Lokalisierung und Kartenerstellung entwickelt, die vollständig autonome Navigation und dynamische Hindernisvermeidung ermöglicht. Auf der Ebene der Präzisionsmanipulation wurde eine vollständige autonome Bedienung in typischen Szenarien validiert. Der Roboter kann elektromechanische Systeme intelligent überwachen und routinemäßig warten sowie in engen, gefährlichen und Hochdruckszenarien schnell auf Notfälle reagieren, um die Arbeitsbelastung der Besatzung zu verringern und die Sicherheit zu gewährleisten.

Das 704. Forschungsinstitut plant zudem mehrere Anwendungsszenarien für die autonome Schiffsnavigation: In der Binnenschifffahrt sollen intelligente Kollisionsvermeidung in Brückenbereichen und automatisches An- und Ablegen in Häfen realisiert werden, um eine „verkehrsflussähnliche" Steuerung zu erreichen. In der Küstenschifffahrt soll in der Bohai-Bucht, im Jangtse-Delta und im Perlfluss-Delta ein effizientes, kohlenstoffarmes und intelligentes Netzwerk aufgebaut werden. Bei Hochseeschiffen soll schrittweise eine Entwicklung von „weniger Personal – halbautonom – vollautonom" erfolgen. Fernsteuerungszentralen können einen Cluster-Betrieb ermöglichen, bei dem ein einziger Landoperator mehrere Schiffe gleichzeitig überwacht. Das 704. Forschungsinstitut erklärte, dass es die Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz 2026 nutzen werde, um die Technologie und Anwendungen intelligenter Schiffe kontinuierlich auszubauen.

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