de.wedoany.com-Bericht: Das Serro-Projekt (Projeto Serro) der brasilianischen Bergbaugruppe Grupo Herculano Mineração hat vom Umweltpolitischen Staatsrat von Minas Gerais (Conselho Estadual de Política Ambiental de Minas Gerais, Copam-MG) eine vorläufige Genehmigung (Licença Prévia, LP) erhalten. Diese Phase autorisiert die Umsetzung des Projekts in der Stadt Serro. Die Genehmigung wurde am 16. Juli im Staatsanzeiger veröffentlicht.

Nach Erhalt der vorläufigen Genehmigung plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von rund 300 Millionen Real für den Bau von Eisenerz-Abbau- und -Aufbereitungsanlagen. Das Projekt sieht einen Tagebau vor, mit einer geplanten jährlichen Rohstoffförderung von 1 Million Tonnen Eisenerz. Darüber hinaus wird eine Mineralverarbeitungseinheit (Unidade de Tratamento de Minerais, UTM) errichtet, die mit einem Trockenverfahren arbeitet und eine jährliche Verarbeitungskapazität von 1 Million Tonnen aufweist. Ergänzt wird dies durch ein 7,7 Hektar großes Lager für Abraum und Abfallgestein. Die Abfälle und das Abraumgestein werden vorübergehend oder dauerhaft in der Grube (cava de mina) gelagert, ohne dass ein Auffangdamm erforderlich ist. Hierfür wird eine Grube mit einem Fassungsvermögen von 2 Millionen Kubikmetern genutzt, und es werden Kraftstoffversorgungseinrichtungen errichtet.
Die Herculano-Gruppe gab an, die vom Staatlichen Umweltfonds (Fundação Estadual do Meio Ambiente, Feam) festgelegten Genehmigungsauflagen zu prüfen und plane, innerhalb der nächsten zwei Monate mit den Installationsarbeiten zu beginnen. Die Bauphase wird voraussichtlich etwa zehn Monate dauern. Anschließend wird das Unternehmen bei der zuständigen Umweltbehörde die Prüfung der Betriebsgenehmigung (Licença de Operação, LO) beantragen.
Die Entscheidung des Copam stieß auf Widerstand von sozialen Bewegungen. Die Wasserbewegung (Movimento pelas Águas) sprach sich gegen die Erteilung der Genehmigung aus und behauptete, es habe während des Genehmigungsverfahrens Verstöße gegeben, die die Verfahrensgerechtigkeit beeinträchtigt und die Arbeit der Institutionen zum Schutz traditioneller Gemeinschaften sowie des historischen, kulturellen und ökologischen Erbes behindert hätten. Die Herculano-Gruppe wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass das Genehmigungsverfahren den geltenden Umweltvorschriften entspreche, über vier Jahre gedauert habe und auf technischen Standards, Transparenz sowie dem Dialog mit der lokalen Gemeinschaft basiere. Das Unternehmen fügte hinzu, dass es in allen bisherigen Klagen im Zusammenhang mit dem Projekt obsiegt habe, was die Rechtmäßigkeit des Umweltgenehmigungsverfahrens weiter untermauere.










